Wegen Corona

WHO ruft 2021 zum Internationalen Jahr der Gesundheits- und Pflegekräfte aus

Die Weltgesundheitsorganisation will den Einsatz von Fachkräften in Krankenversorgung und Pflege wertgeschätzt wissen.

Von Matthias WallenfelsMatthias Wallenfels Veröffentlicht:
Gesundheits- und Pflegekräfte weltweit leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Versorgung. Die WHO will ihnen nun zu mehr Anerkennung verhelfen.

Gesundheits- und Pflegekräfte weltweit leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Versorgung. Die WHO will ihnen nun zu mehr Anerkennung verhelfen.

© pattilabelle / stock.adobe.com

Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Jahr 2021 zum Internationalen Jahr der Gesundheits- und Pflegekräfte (YHCW) ausgerufen – 2020 hatte sie bereits als Jahr der Krankenpfleger und Geburtshelfer proklamiert. Damit will sie den Arbeitskräften in der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung weltweit Respekt zollen, die sich in und trotz der gegenwärtigen COVID-19-Pandemie um die Versorgung pflegebedürftiger und anderer erkrankter Menschen unter schwierigen Bedingungen kümmern. Explizit genannt werden die Berufsgruppen der Ärzte, Krankenpfleger, Hebammen und Geburtshelfer, Apotheker sowie Physiotherapeuten. Eingeschlossen seien aber auch die anderen Berufsvertreter wie Sozialarbeiter, Betriebsmediziner, Radiologen oder Labormitarbeiter.

Während der virtuell abgehaltenen 73. Weltgesundheitsversammlung sei die essenzielle Rolle der Gesundheits- und Pflegekräfte weltweit angesprochen worden, wie die WHO erinnert – verbunden mit dem Aufruf, mehr in deren Rekrutierung, Ausbildung und auch faire Bezahlung zu investieren. Das wirke als Verstärker für die Arbeitsfähigkeit und somit der Stabilisierung der Wirtschaft, wie die WHO ergänzt.

Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt

Insgesamt seien weltweit in den Ländern der OECD ein Zehntel aller Beschäftigten im Gesundheitswesen tätig. Dreiviertel davon seien Frauen. Die Hochrangige Kommission zur Beschäftigung im Gesundheitswesen und wirtschaftlichem Wachstum habe geschätzt, dass Investitionen in Gesundheitsfachkräfte einen neunfachen Return on Investment aufweisen – bis zu vier Prozent Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt.

Wie die WHO betont, bedarf es vielerlei Investitionen in die Gesundheitssysteme weltweit, um deren Schlagkräftigkeit aufrechtzuerhalten. Sie verbindet das mit dem Aufruf, die Ausbildung im Bereich Gesundheit und Pflege attraktiv zu gestalten, um den fachlichen Nachwuchs zu sichern. Ansonsten drohte gerade in unterversorgten ländlichen Gebieten eine dramatische Unterversorgung. Verbunden ist dies zudem mit dem Appell einer leistungsgerechten Bezahlung.

Auch mahnt die WHO die Marktteilnehmer, sich bei der internationalen Rekrutierung von Gesundheits- und Pflegefachkräften an die Anforderungen des freiwilligen WHO-Verhaltenskodex zur internationalen Rekrutierung von Gesundheitspersonal zu halten.

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