Zögern Sachsens Ärzte bei neuen Kartenlesern?

DRESDEN (tt). Offenbar nur jede vierte Praxis in Sachsen hat sich bislang ein neues Kartenlesegerät für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) angeschafft. Das erklärte der sächsische Landesverband der Ersatzkassen (vdek) auf Anfrage.

Veröffentlicht:

Dabei sollten Sachsens Ärzte nach dem Plan der KV bis Ende September mit den neuen eGK-fähigen Kartenlesern ausgestattet sein.

Man gehe aber davon aus, so vdek-Sprecherin Silke Heinke, dass in den kommenden Monaten eine flächendeckende Versorgung erreicht wird. Zuvor gab es Medienberichte, in denen sich ein ungenannter vdek-Sprecher besorgt über den Stand der eGK-Einführung äußerte. Die Zahlen seien dem vdek von der KV Sachsen übermittelt worden.

Allerdings würden Ärzte, da ihnen die Lesegeräte von der KV erstattet werden, ihre Rechnungen dort erst einreichen, wenn die "Funktionalität des Lesegeräts bestätigt" sei, so Heinke. "Wir gehen deshalb davon aus, dass in den kommenden Monaten eine deutliche Zunahme zu verzeichnen ist."

Laut der KV Sachsen hat indes bereits jeder dritte Arzt ein Lesegerät, Sprecher Ingo Mohn rechnet mit einer deutlichen Zunahme nach der Urlaubszeit. Es solle aber in den kommenden Monaten nochmal bei den sächsischen Ärzten für den Erwerb eines Lesegeräts geworben werden.

Auch der Hausärzteverband Sachsen weist seine Mitglieder darauf hin, dass Lesegeräte bald angeschafft werden müssen.

Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

DGIM-Kongress

Sepsis-Verdacht: Eine Stunde, fünf essenzielle Maßnahmen

Allokation von Ressourcen in schwierigen Zeiten

Allgemeinmedizin, das ist „lebenslange Präzisionsmedizin“

Lesetipps
Klinische Daten sind spärlich: EM-Aufnahme von Phagen.

© Matthew Dunne / ScopeM / ETH Zürich

Viele Studien, wenig Evidenz

Phagentherapie – der lange Weg in die klinische Anwendung

Dr. Markus Wenning, Ärztlicher Geschäftsführer der Ärztekammer Westfalen-Lippe

© Sophie Schüler

Versorgungslage

Ärztemangel? Prognose: Schwindsucht

Internist und Intensivmediziner Professor Christian Karagiannidis appellierte beim DGIM-Kongress: Die ärztliche Weiterbildung müssen in Zukunft sektorenübergreifender gedacht werden.

© Sophie Schüler

Junges Forum auf dem DGIM-Kongress

Rotationsweiterbildung – bald der neue Standard?