Zusatzversicherungen erweisen sich als Zugpferd

München (sto). Die Private Krankenversicherung der Allianz Deutschland AG hat auch im vergangenen Jahr mit den Folgen der Gesundheitsreform zu kämpfen gehabt.

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Der Abschluss neuer Verträge in der privaten Krankenvollversicherung sei "merklich gebremst" worden, berichtete Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Rupprecht bei der Jahrespressekonferenz der Allianz Deutschland AG in München.

Die Beitragseinnahmen in diesem Bereich verringerten sich 2008 um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2007 lag das Minus allerdings noch bei 16,9 Prozent.

Wegen der tiefen Einschnitte in den Leistungskatalog der Gesetzli-chen Krankenversicherung verzeichne die Allianz Private Krankenversicherung (APKV) nur noch bei den Zusatzversicherungen ein Wachstum, erklärte Rupprecht. Dadurch lagen die Beitragseinnahmen mit insgesamt 3,1 Milliarden Euro fast auf Vorjahresniveau.

Die Ausgaben für medizinische Leistungen stiegen bei der Allianz im vergangenen Jahr um 4,2 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Um die Ausgabensteigerungen zu begrenzen, werde das Leistungs- und Gesundheitsmanagement weiter ausgebaut, erklärte Rupprecht.

Geplant sei unter anderem ein neues Angebot für Versicherte, die ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk benötigen. Bei der Allianz versicherte Patienten sollen in Zukunft von der Operation bis zur Anschlussheilbehandlung komplett aus einer Hand versorgt werden. Dazu gehöre auch eine zehnjährige Garantie für den Operationserfolg, sagte Rupprecht.

Mit dem Ziel einer besseren Ver-zahnung zwischen privater und ge-setzlicher Krankenversicherung werden die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) und die BKK Allianz am 1. April kassenübergreifend fusionieren, kündigte Rupprecht an.

Spätestens im Juli werde sich dann die Betriebskrankenkasse der Metro AG Kaufhof mit der dann fusionierten KKH-Allianz zusammenschließen. Für die Private Krankenversicherung der Allianz eröffne sich so ein neuer viel versprechender Vertriebsweg für den Absatz von Zusatzversicherungen.

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