apoBank braucht Hilfe vom Branchenverband

DÜSSELDORF (ava). Die Finanzkrise hat die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) erreicht. Der Gewinn des Instituts ist, wie kurz berichtet, im ersten Halbjahr drastisch eingebrochen. Das Kreditgeschäft ist aber deutlich gewachsen.

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Sorgen bereitet der Bank vor allem ihr großes Portfolio an strukturierten Wertpapieren. Im Zuge der Bankenkrise sind Ratingagenturen dazu übergangen, diese Papiere nach immer strengeren Kriterien einzustufen. Die Banken müssen deshalb mehr Eigenmittel zur Sicherung von Ausfallrisiken bereitstellen, das dann nicht mehr für das Kreditgeschäft zur Verfügung steht. Bei der apoBank wirkte sich das auf die Kernkapitalquote der Bank aus. Sie fiel in den ersten sechs Monaten von 8,7 auf 6,4 Prozent. Jetzt soll die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) einspringen und eine Garantie über 150 Millionen Euro zur Abschirmung eines Wertpapierportfolios zur Verfügung stellen.

Vorstandssprecher Herbert Pfennig erhofft sich davon mehr Handlungsfreiheit für das Kerngeschäft der Bank: Kredite für Ärzte und Apotheker. In diesem Sektor verzeichnet die Bank Zuwächse. Der Kundenkreditbestand wuchs von 24,6 Milliarden Euro Ende 2008 auf 24,9 Milliarden Euro Ende Juni 2009 - zwei Milliarden Euro davon sind Neuausleihungen im Darlehensbereich. Das belege eindrucksvoll, so Pfennig, "dass es bei uns keine Kreditklemme gibt".

Trotz Krise schreibt die apoBank schwarze Zahlen, allerdings wesentlich geringere als vor einem Jahr: So ist der Bilanzgewinn im ersten Halbjahr 2009 um 86 Prozent von 56,8 Millionen auf 7,6 Millionen Euro zurückgegangen. Prognosen für 2009 will die Bank nicht machen. Unklar ist auch, ob eine Dividende ausgezahlt werden kann.

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