Ärzte Zeitung, 16.09.2016
 

Internistenkongress

Tagung der DGIM wieder in Wiesbaden

Große Medizinkongresse sind dort, wo sie stattfinden, auch ein Wirtschaftsfaktor. Das gilt auch für den Internistenkongress, der 2019 wieder nach Wiesbaden zurückkehrt.

WIESBADEN. Der Internistenkongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) – mit etwa 8000 Besuchern einer der größten Medizinkongresse im deutschsprachigen Raum – wird ab dem Jahr 2019 seinen Standort wieder nach Wiesbaden zurückverlegen.

Auf seine Rückkehr verständigten sich jetzt die DGIM und die Betreiber des neuen RheinMain CongressCenters (RMCC), das 2018 voraussichtlich den Betrieb aufnehmen wird.

Für die Dauer des Rück- und Neubaus der alten Rhein-Main-Hallen mit Beginn im Jahr 2014 ist die internistische Jahrestagung von Wiesbaden nach Mannheim umgezogen.

"Wiesbaden ist die Heimatstadt der Internisten"

Die Tradition des angestammten Standorts betonte Rechtsanwalt Maximilian G. Broglie, Geschäftsführer der DGIM aus Wiesbaden, in einer Pressemitteilung. Die DGIM, die knapp 25.000 Mitglieder zählt und in Wiesbaden ihren Sitz hat, veranstaltete ihre wissenschaftliche Tagung mehr als 100 Jahre lang in Wiesbaden.

"Seit der Gründung der DGIM im Jahr 1882 war und ist Wiesbaden die Heimatstadt der Internisten und ihres Kongresses", so Broglie. Auch in der Zeit des Umbaus blieb die DGIM der hessischen Landeshauptstadt treu und veranstaltet hier weiterhin den zum Internistenkongress gehörenden "Patiententag".

Auch Gastronomie und Einzelhandel profitieren

"Wiesbaden und der Internistenkongress gehören einfach zusammen", zeigt sich Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich zufrieden. Der jeweils am zweiten Wochenende nach Ostern stattfindende Internistenkongress, bei dem die "Ärzte Zeitung" Medienpartner ist, stellt nach den Worten von Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel einen "wichtigen wirtschaftlichen Faktor" dar.

"Von den Gästen aus dem In- und Ausland profitieren neben der Hotellerie vor allem auch die Gastronomie und der Einzelhandel", unterstreicht Bendel die Bedeutung des viertägigen Kongresses.

Neues Kongressgebäude

Die DGIM war bereits in der Bauphase des neuen Kongresszentrums eingebunden worden. "Wir schätzen es sehr, dass das neue Kongressgebäude in Abstimmung mit den Internisten und damit auch im Hinblick auf zukünftige Anforderungen an medizinische Kongresse errichtet wurde, etwa mit einer räumlichen Trennung von Vorträgen und Industrieausstellung und modernster Technik", sagt Professor Ulrich Fölsch, Generalsekretär der DGIM, aus Kiel.

Oberbürgermeister Gerich und Wirtschaftsdezernent Bendel versprechen sich von der Rückkehr des Internistenkongresses nach Wiesbaden ein "nicht zu unterschätzendes Signal": "Die DGIM ist ein wichtiger Ankermieter, von dem eine große Strahlkraft für weitere Veranstalter gerade auch aus dem Bereich der medizinischen Fort- und Weiterbildung ausgeht", so übereinstimmend Gerich und Bendel.

Der 124. Internistenkongress werde nun im Jahr 2019 die Premiere für die DGIM wieder in Wiesbaden sein – unter wissenschaftlicher Leitung von Professor Claus Vogelmeier aus Marburg, so die Mitteilung der DGIM. (ger/eb)

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