Direkt zum Inhaltsbereich

Erfolg mit Antibiotikum gegen Würmer

Veröffentlicht:

BONN (ple). Mit dem gebräuchlichen Antibiotikum Doxycyclin lassen sich Patienten mit einer lymphatischen Filariose (Elefantiasis) erfolgreich behandeln.

Dies ist das Ergebnis einer doppelblinden randomisierten und Placebo-kontrollierten Studie in Tanzania in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe um Professor Achim Hörauf vom Uniklinikum Bonn.

Die Studienteilnehmer erhielten acht Wochen lang täglich 200 mg Doxycyclin oder ein Scheinpräparat (Lancet 365, 2005, 2116). Nach 8 bis 14 Monaten waren die Mikrofilarien - das sind Entwicklungsstadien - fast komplett ausgerottet.

Auch erwachsene Würmer, die Ursache etwa des Lymphödems, wurden durch das Medikament eliminiert. Das Antibiotikum tötet vor allem das Bakterium Wolbachia, ohne das sich der Fadenwurm nicht entwickeln kann.

Nach Ansicht von Hörauf ist das Antibiotikum aufgrund der Studienergebnisse auch zur Behandlung von Patienten in Deutschland geeignet, die sich während einer Auslandsreise oder in ihrem Herkunftsland mit dem durch Mücken oder Fliegen übertragenen Erreger der Tropenkrankheit infiziert haben.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Primäre und sekundäre Formen

Immundefekte erkennen: So klappt’s in der Praxis

Praxis Update 2026

Rheuma: Erst der Entzündungsnachweis, dann die Antikörper-Diagnostik

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Von ungefährlich bis akut lebensbedrohlich

Leitsymptom Dyspnoe: So geht’s rasch zur richtigen Diagnose

Primäre und sekundäre Formen

Immundefekte erkennen: So klappt’s in der Praxis

Lesetipps
Seltene Erkrankungen haben ihren Namen nicht umsonst. Zählt man sie jedoch alle zusammen, so sind es etwa 8.000 Erkrankungen mit rund 4 Millionen Betroffenen in Deutschland.

© Orawan / stock.adobe.com

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen

Eine Frau sitzt im bett und hustet.

© Sonja Monstein / stock.adobe.com

Fehlerhaftes Immunsystem

So unterscheiden sich primäre und sekundäre Immundefekte