Ärzte Zeitung, 21.03.2007

Neugeborene profitieren vom späten Abnabeln

HAMILTON (ple). Wird bei Neugeborenen die Nabelschnur nicht sofort, sondern frühestens nach zwei Minuten durchtrennt, dann profitieren die Kinder über einen Zeitraum bis zu einem halben Jahr davon.

Das hat die Auswertung der Daten von 15 Studien mit fast 2000 Neugeborenen ergeben (JAMA 297/11, 2007, 1241 und 1257). Neugeborene, die frühestens nach zwei Minuten abgenabelt wurden, hatten einen besseren Hämatokrit, einen besseren Eisenstatus (gemessen anhand der Ferritin-Konzentration) sowie einen stärker gefüllten Eisenspeicher als die Kinder der Vergleichsgruppe.

Der wichtigste Befund sei, so die kanadischen Gynäkologen, dass im Alter von einem viertel Jahr das Anämie-Risiko offenbar fast halbiert und das Risiko für einen ungenügenden Eisenspeicher um ein Drittel verringert ist, wenn später statt sofort nach der Geburt abgenabelt wird.

Topics
Schlagworte
Gynäkologie (5859)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hausärzte und BZgA starten Aktion zur Organspende

Ärzte sind wichtige Ansprechpartner für die Menschen in Deutschland, wenn es um das Thema Organspende geht. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor. mehr »

Lindert eine Lichtdusche Rückenschmerzen?

In einer Pilotstudie fanden US-Forscher Hinweise, dass Licht subjektive Schmerzen lindert. Eine morgendliche Lichtdusche könnte gegen chronische Rückenschmerzen helfen. mehr »

VR-Brille anstatt Zigarette

Eine Virtual-Reality-Anwendung soll Raucher vom Glimmstängel wegbringen. Die Idee: Sie lernen virtuell ihren Raucher-Impuls zu kontrollieren. mehr »