Komplexmittel gegen Muskel- und Gelenkzwicken
NEU-ISENBURG (gwa). Bei Muskel-, Sehnen- und Gelenkproblemen setzen Kollegen auch auf Homöopathika. Mannschaftsärzte etwa haben damit bei Leistungssportlern Erfolge. Genutzt werden oft Komplexmittel zum Einnehmen, als Gel oder zum Injizieren.
Veröffentlicht:Berühmte Sportärzte wie Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt oder Professor Peter Billigmann haben erfolgreich vorgemacht, wie etwa Profifußballer mit Muskel- oder Gelenkverletzungen effektiv mit Homöopathika behandelt werden können. Eine solche Therapie ist natürlich auch eine Option für Hobbysportler mit Verletzungen wie Zerrung oder Prellung, Entzündungen und degenerativen Veränderungen am Stütz- und Bewegungsapparat.
Ein bekanntes Komplexmittel, das bei Problemen mit Muskeln, Sehnen und Gelenken genutzt wird, ist Traumeel®. Das Präparat enthält unter anderen homöopathische Zubereitungen aus Arnika, Calendula, Echinacea und Beinwell.
Wie eine Beobachtungsstudie ergab, ist das Komplexmittel als Salbenzubereitung bei Tendopathie ähnlich wirksam wie 1-prozentiges Diclofenac-Gel. 357 Patienten mit Sehnenproblemen im Ellenbogen, im Hand- oder Sprunggelenk, in der Schulter oder im Knie nahmen teil. Zwei- bis viermal täglich wurden die schmerzenden Regionen mit dem jeweiligen Präparat eingecremt. Zum Teil wurden dann auch Bandagen angelegt.
Die meisten Patienten erhielten auch eine Kryo- oder Ultraschalltherapie, machten Stretchübungen oder legten stabilisierende elastische Verbände an (Explore 6, 2005, 446). Nach 28 Tagen waren die Schmerzen mit dem Homöopathikum ähnlich stark reduziert und die Beweglichkeit war ähnlich gebessert wie mit dem NSAR-Gel. Meist besserten sich die Beschwerden ab dem 3. bis 7. Tag nach Therapiebeginn.
Ähnliche Ergebnisse gab es in einer Studie mit Epikondylitis-Patienten. Sie erhielten entweder ein NSAR i.m. oder lokale Infiltrationen mit Traumeel® S (Journal of Musculoskeletal Research 8, 2004, 119).
Weitere Indikationen sind zum Beispiel Sehnenreizungen wie Achillodynie oder Patellaspitzen-Syndrom. Billigmann etwa injiziert dann lokal.
Das Komplexmittel hat offenbar antiinflammatorische Effekte und kann auch bei degenerativen Veränderungen wie Arthrose oder Entzündungen genutzt werden. In-vitro-Studien ergaben, dass das Mittel die Ausschüttung pro-entzündlicher Mediatoren wie Interleukin-1-beta, Tumor-Nekrose-Faktor alpha und Interleukin-8 vermindert (Clin Develop Immunology 11, 2004, 143).
Komplexmittel können auch etwa mit NSAR kombiniert werden, zum Beispiel Diclofenac und Zeel® comp. N (ÄZ 179, 2005, 11). Das Komplexmittel enthält unter anderen Arnica und Giftsumach und hat auch die Indikation rheumatische Beschwerden.
Die Komplexmittel können etwa in Tablettenform auch zur Prophylaxe von Gelenk- und Muskelproblemen genutzt werden. Zum Beispiel, wenn es nach der Winterpause wieder richtig mit Golf, Joggen oder Radfahren losgehen soll.
Ein weiteres homöopathisches Gel, das Arnika und Calendula enthält, ist Arnica comp. Gel. Es wird 1- bis 2-mal täglich einmassiert oder als Salbenverband genutzt, etwa bei Muskelschmerzen, Prellung, Verstauchung, Quetschung und Bluterguss.
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