Ärzte Zeitung, 25.08.2004

Film über Schule für Lernbehinderte soll Vorurteile ausräumen

Unter dem Titel "Wir sind die Kinder von der Herderschule" strahlt 3sat heute mittag (13.15 Uhr) eine Dokumentation über die Weimarer Förderschule für lernbehinderte Kinder aus. Für Kamera und Schnitt war der Weimarer Student Wolfgang Bauer verantwortlich.

Die Schule für lernbehinderte Kinder wurde im Frühjahr und Sommer 2003 von Wolfgang Bauer mit der Kamera beobachtet. Gemeinsam mit der ehemaligen DEFA-Regisseurin Hannelore Unterberg hat er den Alltag an einer deutschen Schule eingefangen. "Ich denke, der Film gibt einen schönen Einblick in eine Förderschule und räumt mit Vorurteilen bei den Zuschauern auf", sagt Bauer.

Die Dreharbeiten seien merkwürdig gewesen, erzählt Bauer. "Lange Zeit war unklar, was eigentlich gedreht werden soll." Erst beim Schnitt der 20 Stunden Filmmaterial entdeckte er die interessanten Momente im Schulalltag. Etwa, wie der Schulleiter mit großer Begeisterung neben seinen Schülern über die Weimarer Schaukelbrücke an der Ilm hüpft. "Bei einem Dokumentarfilm entsteht die Geschichte im Schnitt", erklärt Bauer.

Doch für den 28jährigen stand das nicht immer fest. "Früher fand ich Dokus ätzend", erinnert er sich an den Anfang seiner Laufbahn. Heute sagt er, Film sei viel mehr als nur Entertainment. "Man muß eine Haltung gegenüber seiner Zeit einnehmen, Widersprüche aufzeigen und vor allem auch Charaktere und Figuren entwickeln." Bauers jüngstes Projekt dreht sich wieder um die Schule: Er hat einen siebenjährigen Jungen im ersten Schulhalbjahr mit der Kamera begleitet. (ddp)

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