Ärzte Zeitung, 14.12.2006

Österreichische Krankenhäuser setzen auf die Welle

Mit einer Aluwelle sollen Erdstrahlen entschärft werden, damit sich Patienten und Mitarbeiter wohler fühlen

Von Regina Sailer

Aluwelle an der Decke: Professor Gernot Pauser, Ärztlicher Leiter der Salzburger Landeskliniken, mit einer der 50 Wellen in der Klinik. Fotos: Sailer

Immer mehr österreichische Krankenhäuser und Arztpraxen schwören auf die "Welle": Das neuartige Metallelement soll natürliche Erdstrahlung, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken soll, kompensieren und Patienten und Mitarbeitern mehr Wohlbefinden bringen.

Ursprünglich sollte die Aluwelle den Patienten des Salzburger Unfallkrankenhauses den langweiligen Blick an die Decke etwas abwechslungsreicher gestalten. Doch offenbar konnte das gebogene und gewellte Designelement noch mehr. Kranke, die im Zimmer mit der Welle wohnten, fühlten sich dort außergewöhnlich wohl.

Mehr aus Zufall fand man heraus, weshalb: Offenbar ist das Metallelement in der Lage, sogenannte Störzonen zu entschärfen. Ein Phänomen, das wissenschaftlich recht gut untersucht ist (etwa Hacker et al.: "Biomedical Evidence of Influence of Geopathic Zones on the Human Body: Scientifically Traceable Effects and Ways of Harmonization", publiziert in "Forschende Komplementärmedizin und klassische Naturheilkunde", Karger Verlag).

Studien bestätigen, daß die Welle harmonisierend wirkt

Daß die Welle tatsächlich harmonisierend wirkt, bestätigten mehrere Untersuchungen von Professor Gerhard Hacker, dem Vorstand des Forschungsinstituts für Grund- und Grenzfragen der Medizin und Biotechnologie am Salzburger St. Johanns-Spital. Probanden waren etwa verhaltensauffällige Buben des Salzburger Sozialpädagogischen Instituts: Mit der Welle wurden die Kinder deutlich ruhiger; auch die Zahl der Bettnässer verringerte sich deutlich.

Mittlerweile ist die "GeoWave-Welle", wie das Element heißt, in einigen österreichischen Krankenanstalten im Einsatz - so zum Beispiel flächendeckend im Salzburger St. Johanns-Spital, aber auch in Teilbereichen der Innsbrucker Unikliniken und des Wiener Krankenanstaltenverbundes. Mit der Stadtklinik in Baden-Baden ist auch eine deutsche Klinik unter den Anwendern. Auch in Arztpraxen, Hotels, dem Salzburg-Airport, Privathaushalten und sogar über Supermarkt-Kassen findet sich die Welle.

Einer der ersten, der GeoWave-Wellen im klinischen Alltag eingesetzt hat, war Professor Gernot Pauser, Leiter der Salzburger Uniklinik für Anästhesiologie, Perioperative Medizin und Allgemeine Intensivtherapie des St. Johanns-Spitals. Als Ärztlicher Direktor ließ er Pläne anfertigen, die den Verlauf geopathogener Störzonen im Krankenhausgelände zeigten. Dann ließ er die Störzonen mit 50 GeoWave-Wellen entstören.

"Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Abklärung"

Seine Erfahrungen: "Die Welle zeigt harmonisierende Effekte. Es ist sinnvoll, jede Methode, die zu einer Verbesserung des Wohlgefühls von Patienten und Mitarbeitern beitragen kann, auch und gerade im Klinikbereich einzusetzen. Um langfristige, empirisch angezeigte positive Wirkungen auf Heilungschancen besser beurteilen zu können, bedarf es weiterer wissenschaftlicher Abklärung."

Aus dem Wiener Otto-Wagner-Spital, das die Welle inzwischen auch im Haus hat, kommen ebenfalls positive Rückmeldungen. Hier wurde das Element überall dort angebracht, wo bei Mitarbeitern häufig unspezifische Krankheitsphänomene auftraten. "Seither fühlen sich viele Mitarbeiter in allen diesen Bereichen subjektiv wohler und gesünder", erklärt Senatsrat Josef Aumayr, der Technische Direktor des Spitals.

Alle Beteiligten betonen, daß die GeoWave-Welle ein effizientes Hilfsmittel zur Harmonisierung von bestimmten extrinsischen Störquellen ist, die auf Dauer zu einer Verminderung des Wohlbefindens oder zu Belastungen führen würden.

Infos über das Forschungsinstitut für Grund- und Grenzfragen der Medizin und Biotechnologie in Salzburg unter: www.med-grenzfragen.at Infos zum Unternehmen GeoWave-Research Forschung und Handel GmbH unter www.geowave.at

STICHWORT

Geopathogene Störzonen

Geopathogene Störzonen werden elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder auf und oberhalb der gesamten Erdoberfläche genannt, die eine negative Wirkung auf die Gesundheit von Menschen haben sollen. Noch gibt es keine naturwissenschaftlich schlüssige Antwort auf die Fragen, was geopathogene Störzonen genau sind. Keine der vielen Hypothesen, die es dazu gibt, konnte bislang naturwissenschaftlich bewiesen werden.

Die am häufigsten vermutete Ursache sind "Wasseradern". Unterirdisch fließende Gewässer könnten durch den Reibungswiderstand schwache elektrische Felder erzeugen, die störend auf Menschen und ihre Gesundheit wirken, heißt es. Sehr heftige geopathogene Störzonen, so wird vermutet, stammen von Brüchen, Abrutschungen und Verwerfungen, die im Zuge der tektonischen Erdplattenverschiebung entstanden sind. Im Gebirge sind sie oft gut sichtbar. Sie können aber auch in flachen Gegenden, wo man sie eigentlich nicht vermutet, auftreten. (sai)

 

"Ich hielt das ganze erst für Schabernack, habe es dann aber selbst ausprobiert"

Professor Gerhard Hacker, Vorstand des Forschungsinstituts für Grund- und Grenzfragen der Medizin und Biotechnologie am Salzburger St. Johanns-Spital der Salzburger Landeskliniken zu seinen Erfahrungen mit der Welle:

"Ich hielt das ganze am Anfang für Schabernack, habe die Geo-Wave-Welle aber dann persönlich ausprobiert. Sie wurde etwas außerhalb des Schlafbereichs - schräg darüber im Nebenzimmer - montiert. Das Ergebnis: Ich konnte erstmals nach Jahren mit Schlafstörungen ohne Medikamente wieder gut schlafen.

Wir haben das ganze dann untersucht - anfangs komplementärmedizinisch, später dann mit mehreren anerkannten Methoden der Messung von Streß - und sehen bei allen Untersuchungen, daß die positive, streßmindernde Wirkung bei etwa 98 Prozent der Menschen zu finden ist.

Erst in einigen Jahren werden wir wissen, was der Einsatz der Welle tatsächlich und im Detail für die Klinik bedeutet. Was zum Beispiel noch aussteht, ist, Patienten mit bestimmten Krankheiten gesondert zu untersuchen, etwa in Bezug auf Verweildauer oder auf Heilung.

Ich würde angesichts meiner bisherigen Erfahrungen die Welle Krankenhäusern und Ordinationen aber uneingeschränkt empfehlen. Es handelt sich hier um ein sehr preisgünstiges Hilfsmittel, das viel bringt. So berichten etwa Kollegen des Wiener Otto-Wagner-Spitals oder des Salzburger Unfallkrankenhauses der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt über einen immer wieder von Patienten geäußerten ,Wohlfühlfaktor‘ und verbessertes Schlafverhalten durch die Welle, ebenso gibt es Hinweise für möglicherweise tatsächlich positiv beeinflußte Therapieerfolge.

Auch Erfahrungen in der Telefonzentrale im Salzburger Landeskrankenhaus haben Interessantes gezeigt. Die MitarbeiterInnen dort verrichten ja eine äußerst belastende Tätigkeit; die Mitarbeiterfluktuation war früher sehr hoch. Seit wir in diesem Bereich die Welle installiert haben, hat sich das schlagartig geändert. Die Fluktuation ist deutlich zurückgegangen und die Arbeitszufriedenheit deutlich gestiegen.

Kollegen, die gerne mehr über meine Untersuchungen und Erfahrungen in diesem Zusammenhang wissen möchten, können sich gerne über die Website des Forschungsinstituts für Grund- und Grenzfragen der Medizin und Biotechnologie mit mir in Verbindung setzen." (sai)

Infos und Kontakt zu Professor Gerhard Hacker im Internet unter: www.med-grenzfragen.at

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