Diabetes

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Modul: Der Diabetespatient in der Notfallversorgung – Synopsis für den ambulanten Sektor, den Rettungsdienst und die Notaufnahme

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Ärzte Zeitung, 12.06.2007

Hilft Sibutramin auch Diabetikern mit KHK beim Abspecken?

In sechs Wochen nahmen Patienten im Mittel um 2,2 kg ab / Erstes Ergebnis einer Studie mit Patienten, die hohes kardiovaskuläres Risiko haben

WIESBADEN (mar). Verringert eine Sibutramin-unterstützte Gewichtsreduktion die kardiovaskuläre Morbidität und Sterberate stärker als eine Änderung des Lebensstils allein? Das wird derzeit bei adipösen Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko untersucht. Die Studie, SCOUT* genannt, ist auf fünf Jahre angelegt.

An SCOUT nehmen mehr als 11 000 übergewichtige oder adipöse Hochrisiko-Patienten (mit einem BMI von 27 bis 45 kg / m2) teil. 60 Prozent sind Diabetiker, bei denen es bereits zu einem kardiovaskulären Ereignis (Herzinfarkt, KHK, Bypass-Op, pAVK) gekommen ist.

24 Prozent haben Diabetes und zusätzliche kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Rauchen, Hypertonie, Dyslipidämie, diabetische Nephropathie. Und 16 Prozent sind Patienten mit kardiovaskulärem Ereignis ohne Diabetes, berichtete Professor Jürgen Scholze von der Charité Berlin. Das alles sind Patienten, für die Sibutramin nach dem bisherigen Zulassungsstatus kontraindiziert ist, betonte Scholze.

Deshalb wurde zur Sicherheit der Placebo-kontrollierten, doppelblinden Endpunktstudie, die nächstes Jahr zu Ende sein soll, eine sechswöchige, nicht verblindete Therapiephase vorgeschaltet. Hier wurden alle Patienten mit 10 mg Sibutramin (Reductil®®) behandelt.

Für die Analyse dieser Therapiephase lagen die Daten von 10 742 Patienten vor: In sechs Wochen nahmen die Patienten im Mittel um 2,2 kg ab, der Taillenumfang verringerte sich um 2 cm. Positive Effekte gab es auch beim Blutdruck: Im Schnitt fiel der systolische Wert um 3 mmHg und der diastolische um 1 mmHg. Die Herzfrequenz nahm um 1,5 Schläge pro Minute zu. Alle Ergebnisse seien signifikant, sagte Scholze bei einer Veranstaltung von Abbott in Wiesbaden.

Schwere unerwünschte Wirkungen seien lediglich bei 287 Patienten (2,7 Prozent) aufgetreten. "Das ist eine für diese Hochrisiko-Patienten extrem niedrige Zahl", sagte Scholze. "Gerechnet hatte man mit etwa 25 Prozent." Mit einem Anteil von je 0,2 Prozent am häufigsten seien Vorhofflimmern und instabile Angina pectoris gewesen, gefolgt von Myokard-infarkt, stabiler Angina pectoris und KHK (je 0,1 Prozent). Es seien im Vergleich mit anderen Sibutramin-Studien auch keine neuen Risiken aufgetreten. Auch bei diesen Hochrisiko-Patienten entspreche das Nebenwirkungsprofil dem, das man auch in anderen Sibutramin-Studien gefunden habe, so Scholze.

*SCOUT: Sibutramine Cardiovascular Outcome Trial

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