Ärzte Zeitung, 11.10.2005

Stiftungsprofessur zu Allergien bei Kindern

Partnerschaft von Novartis und Charité / Stiftungsprofessor wird Eckard Hamelmann

BERLIN (dru). Der Berliner Oberarzt der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin der Charité, Professor Eckard H. Hamelmann, hat vor kurzem den Ruf auf die neu geschaffene Stiftungsprofessur zur Erforschung der allergischen Erkrankungen bei Kindern erhalten. Stifter der Professur ist das Unternehmen Novartis. Hamelmann hat sich dabei gegen ein internationales Bewerberfeld durchgesetzt.

Über die Unterstützung freut sich insbesondere der Chef der Päditrischen Abteilung der Charité, Professor Ulrich Wahn: "Mit der Stiftungsprofessur begehen wir eine neue Qualität der Kooperation. Ebenso wie das Unternehmen, das in den kommenden Monaten mit Xolair® (Omalizurab) einen Anti-IgE-Wirkstoff zur Behandlung bei schwerem Asthma bronchiale auf den Markt bringen wird, ist die Charité eine der führenden Institutionen auf dem Gebiet der Allergologie-Forschung.

Insofern fällt die Professur in Berlin auf fruchtbaren Boden. Mit Professor Hamelmann haben wir einen Forscher verpflichten können, dessen bisherige Forschungsergebnisse zu den kühnsten und optimistischsten Hoffnungen Anlaß geben!"

Hamelmann machte deutlich, daß mit der Entwicklung der Anti-IgEWirkstoffe mehr Behandlungsspielraum am Ende der Allergie-Kaskade besteht. "Ziel der Forschung muß aber sein, den Schritt von der atopischen Dermatitis hin zu allergischen Erkrankungen der Schleimhäute und schließlich zu den Atemwegs-Erkrankungen zu durchbrechen."

Hamelmann leitet seit 2003 das Fachgebiet Pädiatrische Allergologie des Universitätsklinikums Charité. Die Stiftungsprofessur wird mit jährlich 40  000 Euro ausgestattet.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Alternativszenario voller Sprengkraft

Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg ist die sektorenübergreifende Versorgung durchgespielt worden. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen, die es in sich haben - und das Konfliktpotenzial deutlich machen. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »