Ärzte Zeitung, 08.07.2016
 

Adalimumab

Option bei nicht infektiöser Uveitis

WIESBADEN. Humira® (Adalimumab) hat als erstes und einziges Biologikum die EU-Zulassung zur Behandlung bei bestimmten Formen der nicht infektiösen Uveitis erhalten, wie das Unternehmen AbbVie mitteilt.

Zugelassen sei die Arznei bei nicht infektiöser Uveitis intermedia, Uveitis posterior und Panuveitis bei erwachsenen Patienten, die nur unzureichend auf Kortikosteroide angesprochen haben, eine Kortikosteroid sparende Behandlung benötigen oder für die eine Behandlung mit Kortikosteroiden nicht geeignet ist.

Patienten mit Uveitis profitierten von einer engen Zusammenarbeit zwischen dem spezialisierten Uveitis-Zentrum und einem in der Biologika-Therapie erfahrenen Rheumatologen, erinnert der Hersteller.

Entzündung der mittleren Augenhaut kann Sehen einscränken

Die nicht infektiöse Uveitis intermedia, Uveitis posterior und Panuveitis umfasst eine Gruppe von Erkrankungen, die durch eine Entzündung der Uvea, der mittleren Augenhaut, gekennzeichnet ist. Im Laufe der Erkrankung kann die Sehfähigkeit beeinträchtigt werden. Die nicht infektiöse Uveitis intermedia, Uveitis posterior und Panuveitis kann mit systemischen Grunderkrankungen vergesellschaftet sein.

Der Zulassung für Adalimumab liegen die Ergebnisse der Phase-III-Studien VISUAL-I8 und VISUAL-II9 zugrunde. In VISUAL-I blieben mehr als ein Drittel der Patienten mit aktiver Uveitis, die trotz hoher Kortikosteroiddosen keine Krankheitskontrolle erreichten, unter Humira® bis zum Studienende nach 80 Wochen unter Krankheitskontrolle - verglichen mit zehn Prozent unter Placebo, fasst das Unternehmen AbbVie in seiner Mitteilung zusammen.

Durchschnittlich konnte eine elf Wochen längere Krankheitskontrolle als unter Placebo erzielt werden. In VISUAL-II war mehr als die Hälfte der Patienten mit inaktiver Uveitis und anhaltender systemischer Steroid-Therapie unter Humira® bis zum Studienende nach 80 Wochen unter Kontrolle - verglichen mit 27 Prozent unter Placebo. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »