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Initiative "Gesünder unter 7 plus"

Gesundheit war ein großes Thema beim "Bürgerfest" des Bundespräsidenten

Beim Bürgerfest des Bundespräsidenten haben sich auch Initiativen aus dem Gesundheitsbereich vorgestellt. Darunter waren Gerald-Asamoah-Stiftung und die Initiative "Gesünder unter 7 Plus".

Von Michael Hubert Veröffentlicht:
Früherkennung war das Thema am Stand der Initiative "Gesünder unter 7 plus".

Früherkennung war das Thema am Stand der Initiative "Gesünder unter 7 plus".

© Michael Hubert

BERLIN. Rund 10.000 Besucher nutzten den "Tag des offenen Schlosses" im Rahmen des "Bürgerfestes" von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am zweiten September-Samstag. Zahlreiche Initiativen, Organisationen und Unternehmen gaben Einblicke in ihre ehrenamtliche und gemeinwohlorientierte Arbeit, darunter Initiativen aus dem Gesundheitsbereich wie etwa die Gerald-Asamoah-Stiftung, PRO Uganda – Prothesen für ein neues Leben e.V. oder die Initiative "Gesünder unter 7 plus", die von Sanofi unterstützt wird.

In einer kurzen Diskussionsrunde von "Gesünder unter 7 plus" ging es darum, wie Folgekomplikationen des Diabetes verhindert werden können. Dazu sei eine frühe Intervention nötig, damit die Patienten die bestmögliche Behandlung erhielten, sagte Andrea Klimke-Hübner vom Unternehmen. Auch müssten die geschätzten zwei Millionen unerkannten Diabetiker diagnostiziert werden. Der Name der Initiative rühre daher, dass der HbA1c-Wert nach den Leitlinien bei Diabetikern - individuell - zwischen 6,5 und 7,5 Prozent liegen solle, so Klimke-Hübner.

Früherkennung war auch das Thema am Stand der Initiative. Hier konnten die Besucher einen Risikocheck machen. Die Anamnese erfolgte mittels "Find Risk" Fragebogen plus einiger Laborparameter. Blutdruck und Blutzucker gehörten ebenso dazu wie die Lipidwerte. Bei Patienten mit erhöhten Blutzuckerwerten wurde zusätzlich der HbA1c-Wert gemessen. "Patienten mit einem Wert über 6,5 Prozent haben wir dringend geraten, ihren Hausarzt aufzusuchen und die Werte mit ihm zu besprechen", sagte Dr. Iris Dötsch. Denn dies sei nach Leitlinie eine Diagnosestellung für Diabetes, so die Diabetologin aus Berlin. "Es hat aber auch Patienten gegeben, die sich einfach mal eine Zweitmeinung holen wollten", sagte Dötsch. "Ich habe auch schon eine Diskussion über Insulinpumpen geführt." Die Informationen seien sehr gut angenommen worden, so Dötsch zur "Ärzte Zeitung".

Nährwerte für typische Speisen aus Syrien und Eritrea

Insgesamt nutzten rund 500 Besucher das Angebot für den Risikocheck am Stand der Initiative. Dabei hatten 60 Personen erhöhte Blutzuckerwerte, bei ihnen wurde daher der HbA1c-Wert gemessen. Diese relativ geringe Zahl spiegelt den eher jüngeren Altersschnitt der Besucher beim Bürgerfest wider. Bei Aktionen der Initiative in Einkaufszentren liegt der Anteil ansonsten deutlich höher.

Die Initiative "Gesünder unter 7 plus" hatte gemeinsam mit der "Ärzte Zeitung" auch Unterstützung für Ärzte angeboten, die Flüchtlinge mit Diabetes versorgen. Für die vier Haupt-Herkunftsländer Syrien, Afghanistan, Irak und Eritrea wurden für typische Gerichte kcal, BE und KE ermittelt - jeweils für ein typisches Frühstück, Mittag- und Abendessen. Zudem kann ein Flyer für Flüchtlinge mit Insulintherapie auf Deutsch und Arabisch heruntergeladen werden. "Sehr viele Ärzte haben das als große Erleichterung empfunden", so Klimke-Hübner.

Unterstützung für Projekte, die das Ziel haben, herzkranken Kindern zu helfen und ihr Leben wieder lebenswert zu machen, hat sich die Gerald-Asamoah-Stiftung auf die Fahne geschrieben. Asamoah ist mit einem Herzfehler Profi-Fußballer geworden und möchte anderen ein Vorbild sein, Mut zu haben und nicht aufzugeben, heißt es auf der Homepage der Stiftung. "Asa" spielte unter anderen bei Schalke, dem FC St. Pauli und in der National-Mannschaft. Legendär ist sein Kopfball-Treffer zum 1:0-Auswärtssieg des FC St. Pauli beim HSV im Februar 2011.

PRO Uganda – Prothesen für ein neues Leben e.V. ist ein Verein aus Hessen, der in Uganda eine Werkstatt errichtet, um vor Ort Prothesen herzustellen. Aufgrund von Bürgerkriegen (Stichwort: Kindersoldaten), Krankheiten und vielen Verkehrsunfallopfern ist der Bedarf an adäquaten Prothesen hoch, so der Verein auf seiner Homepage.

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