Diabetes

12 ausgewählte Kurse, 28 Punkte: In der Sommerakademie von Springer Medizin können Sie schnell und effizient CME-Punkte für Ihre hausärztliche Fortbildung sammeln. Zur Teilnahme benötigen Sie das Fortbildungspaket. Sie erhalten damit 60 Tage Zugriff auf die Sommerakademie zum Preis von nur 29 €: www.springermedizin.de/cme-sommerakademie-teilnehmen
Modul: Ernährung bei Diabetes mellitus Typ 2

Ärzte Zeitung, 24.08.2018

Hilfen bei der Ernährung

Künstliche Intelligenz im Diabetesmanagement

Die britische Ernährungsplattform Whisk gewinnt den diesjährigen Ascensia Diabetes Challenge. Sie soll aktuelle Blutzuckerwerte der Patienten automatisiert mit Rezeptempfehlungen verknüpfen.

ORLANDO/BASEL/BIRMINGHAM. Dem Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Gesundheitsversorgung wird großes Potenzial zugetraut – auch im Diabetesmanagement. KI könnte Diabetiker zum Beispiel bei der richtigen Gestaltung des Ernährungsplans unterstützen. "Die Ernährung sowie die Lebensmittelauswahl sind ein großer Bestandteil des Typ2-Diabetesmanagements", stellt Michael Kloss, Chef von Ascensia Diabetes Care, fest.

Sein Unternehmen veranstaltet jährlich den Ideenwettbewerb Ascensia Diabetes Challenge, der digitale Lösungen zur Unterstützung des Typ2-Diabetesmanagements auszeichnet. In diesem Jahr ging das britische Start-up Whisk als Gewinner unter weltweit 116 Einreichungen hervor. Die Preisverleihung fand in Orlando im Rahmen der 78. wissenschaftlichen Sitzung der American Diabetes Association statt. Die Briten setzen auf KI, um Typ2-Diabetiker in puncto Ernährung beratend zur Seite zu stehen.

Die 100.000 Euro Preisgeld sollen für die Weiterentwicklung der Ernährungsplattform Whisk genutzt werden, wie es heißt. Whisks Innovation ist ein KI-basierter Ernährungs-Coach, der seinem Anwender personalisierte Essensempfehlungen gibt. Diese basieren nach Unternehmensangaben auf den individuellen Geschmackspräferenzen und auf Lebensmitteln, deren Verzehr gemieden werden soll. Ebenfalls berücksichtigt werden Angaben zu zeitlichen Beschränkungen, zum finanziellen Budgetrahmen, zum Wetter sowie zu restriktiven Diätvorschriften und Allergien.

Nun soll die Plattform speziell für Diabetiker so erweitert werden, dass die Daten der Blutzuckermessungen in die aktuellen Essensempfehlungen integriert werden können.

Whisk verbindet sein Angebot mit der Option auf den direkten Lebensmittelbezug. Sobald ein Nutzer der Ernährungsplattform ein Rezept zu seinem Essensplan hinzugefügt hat, soll er laut Whisk die Möglichkeit haben, bei einem kooperierenden Händler online die Lebensmittelzutaten in seinen digitalen Einkaufskorb zu legen und sie sich zeitnah liefern zu lassen. Für die Zukunft sei vorgesehen, auch individuelle Empfehlungen für Fertiggerichte zu geben – und das ebenfalls für geeignete Restaurantspeisen.

Wie Ascensia erläutert, verfügten die Blutzuckermesssysteme des Unternehmens über eine Schnittstelle zu Whisk, so dass die aktuellen Blutzuckerwerte des Anwenders direkt übertragen werden könnten. Die KI-Komponente soll nun aus der Kombination der persönlichen Messwerte und der vorausgegangenen Mahlzeiten die individuell optimalen Rezeptempfehlungen erarbeiten und so zu einer gesünderen Ernährung des betreffenden Typ2-Diabetikers beitragen – und dessen Blutzuckerwerte im Rahmen halten. Wie Ascensia-Manager Kloss betont, hätten Ernährungsplattformen wie Whisk das Potenzial, Millionen Typ2-Diabetikern weltweit bei der richtigen Ernährungsplanung zu helfen. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die Notfall-Probleme „an der Wurzel packen“

Gesundheitsminister Spahn stellt Details seiner Umbaupläne für die Notfallversorgung vor. Die zahlreichen Reaktionen zeigen, wie viele Interessen es bei dem Thema gibt. mehr »

„Wir müssen die Hamsterräder anhalten“

Es gibt in Deutschland ausreichend Ärzte, findet Professor Ferdinand Gerlach, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Uni in Frankfurt. Welche Kernprobleme er sieht und wie die Versorgung verbessert werden kann, verrät er im Interview. mehr »

Thermometer aus der Blase gezogen

Mitunter verschwinden Gegenstände versehentlich in der Blase, manche stecken sich bewusst Besenstiele oder Fische ins Organ. Urologen konnten nun ein Thermometer über die Harnröhre eines Mannes entfernen – ganz ohne Op. mehr »