Ärzte Zeitung, 21.10.2005

Junge Männer mit Glatze für Studie gesucht

BONN (eb). Wissenschaftler der Universitätskliniken Düsseldorf und Bonn suchen für ein Forschungsprojekt Männer mit Glatze bis zum Alter von 39 Jahren.

Ziel ist es, jene Gene zu finden, die für die vererbte Form des männlichen Haarausfalls ursächlich sind. Eine Erbanlage wurde bereits identifiziert. Nach weiteren Genen, soll jetzt gefahndet werden.

Männer ähneln bezüglich ihres Haarausfalls häufiger dem Großvater mütterlicherseits als dem Vater. Ursache für eine frühe Glatzenbildung sei häufig ein veränderter genetischer Bauplan des Androgenrezeptors. Diese Erbanlage befinde sich auf dem X-Chromosom, wird also von der Mutter vererbt.

An der Erkrankung sind aber noch weitere Erbanlagen beteiligt, die auch vom Vater auf den Sohn weitergegeben werden können. Um auch diese genetischen Ursachen zu identifizieren werden jetzt betroffene Männer gesucht. Die Teilnahme erfordert nur ein Foto vom Kopf und eine einmalige Blutentnahme.

Informationen bei Privatdozent Dr. Roland Kruse, Telefon 02 11 / 8 11 63 60, E-Mail an Roland.Kruse@med.uni-duesseldorf.de

Topics
Schlagworte
Haut-Krankheiten (2167)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Herpesviren könnten mit einer Alzheimererkrankung zusammenhängen. Eine Reaktivierung der Viren könnte die Krankheit befeuern. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »