Direkt zum Inhaltsbereich

Psoriasis / Atopie

Chancen der Basistherapie oft ungenutzt?

Patienten mit trockener Haut, etwa bei Psoriasis, empfänden die Basistherapie oft als reine Kosmetik, so ein Dermatologe. Aufklärung und Anleitung seien nötig.

Veröffentlicht:

KÖLN. Für die Pflege trockener Haut bei Psoriasis oder atopischem Ekzem wird eine Basistherapie empfohlen, die die Haut mit Feuchtigkeit und Lipiden sofort und langanhaltend versorgt.

Grundvoraussetzung für die Wirkung der Basistherapie ist ja die richtige Dosierung, wobei sich als Richtschnur die Fingerspitzeneinheit (fingertip unit) durchgesetzt hat. "Sparen bei der Basistherapie, wie wir es bei unseren Patienten immer wieder sehen, ist das Falscheste, was man machen kann", betonte Dr. Athanasios Tsianakas, Fachklinik Bad Bentheim, bei einer Veranstaltung der von Beiersdorf Dermo Medical GmbH gegründeten "Professor Paul Gerson Unna Akademie". Patienten empfänden die Basistherapie oft als eine rein kosmetische Begleitung, was vor allem auf eine Unkenntnis über den chronisch-rezidivierenden Verlauf ihrer Hauterkrankung und die Möglichkeiten der Basistherapie zurückzuführen sei. "Hier ist die Aufklärung und richtige Anleitung durch den behandelnden Arzt gefragt", betonte Tsianakas.

Ein Effekt der Basistherapie ist die Förderung der Hydratation des Stratum corneum, was wiederum zu besserem Transfer topischer Steroide tief in die Epidermis führt. Weitere Effekte sind: Stärkung der Barrierefunktion der Haut, Normalisierung des pH-Werts sowie Linderung von Symptomen wie Juckreiz und Schuppenbildung.

Trockene Haut ist meist durch Mangel an natürlichen Feuchthaltefaktoren (natural moisturizing factors, NMF) und Ceramiden gekennzeichnet. NMF, wozu neben Urea (Harnstoff) auch Laktat, mehrere Aminosäuren und anorganische Salze gehören, binden und halten aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften Wasser im Stratum corneum. Ceramide und weitere Lipide bilden eine natürliche Barriere gegen den transepidermalen Wasserverlust.

Die Zusammensetzung moderner Hautpflegeprodukte, wie die Eucerin® UreaRepair PLUS-Serie, orientiert sich an den physiologischen Komponenten, die eine gesunde Hautfeuchtigkeit herstellen. Die konsequente Anwendung der Basistherapie trägt dazu bei, die Symptome einer trockenen Haut nachhaltig zu reduzieren. (ggi)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kasuistik

Atypische Stirnfalten: Wo kommen sie her?

Therapie der Psoriasis

Dosisreduktion von IL-17- und IL-23-Blockern funktioniert

Hausärztin gibt Tipps

Darauf ist in der Kommunikation mit Skabies-Patienten zu achten

Das könnte Sie auch interessieren
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: Typische Körperumrisse bei Achondroplasie

© BioMarin

Achondroplasie

Gezielte Therapie: erste Lebensjahre sind entscheidend

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioMarin Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Update 2026

S3-Leitlinie Lungenkrebs: Das sind die wichtigsten Änderungen

Frage an die Ethiker

Darf der Intimbereich beim Hautkrebs-Screening ausgelassen werden?

Lesetipps
Ein Körper, der an mehreren Stellen schmerzt.

© peterschreiber.media / stock.adobe.com

HICP-Prävalenz untersucht

So verbreitet sind chronische Schmerzen in Deutschland

Schmerzen im Unterleib: HWI werden künftig nach Krankheitszeichen klassifiziert.

© Science Photo Library

Neuklassifikation

Unkomplizierte und komplizierte Harnwegsinfektion? Das war einmal!