Kardiologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Akute und chronische Herzinsuffizienz

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 25.01.2005

Neues Hormon entdeckt, das den Blutdruck erhöht

BERLIN (ddp). Wissenschaftler der Charité in Berlin haben ein Hormon entdeckt, das Blutgefäße verengt und so den Blutdruck erhöht. Bei dem Hormon handele es sich um das Nukleotid Uridin-Adenosin-Tetraphosphat, berichtet das Forscherehepaar Dr. Joachim und Vera Jankowski in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Nature Medicine".

Beide konnten mit ihrer Arbeitsgruppe nachweisen, daß das Hormon von den Endothelzellen produziert und ins Blut abgegeben wird, um dort auf die Muskelzellen der Gefäßwand zu wirken.

Möglicherweise sei das Hormon eine Ursache für Hypertonie, sagte der Direktor der Medizinischen Klinik IV am Charité-Campus Benjamin Franklin, Professor Walter Zidek. Jetzt soll geprüft werden, ob die Hormonkonzentration bei Bluthochdruckpatienten krankhaft erhöht ist. Zugleich wollen die Forscher ein Gegenspieler-Hormon im Labor entwickeln, das die Engstellung des Gefäßen wieder aufheben kann.

Die Ursache für eine krankhafte Überhöhung des Blutdrucks ist nach wie vor ungeklärt. In Deutschland haben in der Bevölkerung nach Charité-Angaben 60 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen im Alter zwischen dem 25. und 74. Lebensjahr Hypertonie.

Topics
Schlagworte
Bluthochdruck (1511)
Organisationen
Charité Berlin (3176)
Krankheiten
Bluthochdruck (3445)
Wirkstoffe
Adenosin (58)
Personen
Benjamin Franklin (114)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »