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Ärzte Zeitung, 06.09.2005

Erfolg mit einem neuen Wirkstoff-freisetzenden Stent

Endeavor™-Stent ist mit Sirolimus-Analogon beschichtet

STOCKHOLM (grue). Mit dem Endeavor™-Stent steht seit kurzem ein dritter Medikamenten-freisetzender Stent zur Verfügung, mit dem sich die Rate an Zweiteingriffen zur Revaskularisation des Zielgefäßes verringern läßt.

Dieser neue Stent setzt ein Sirolimus-Analogon frei. Foto: Medtronic

Die neue, CE-zertifizierte koronare Gefäßstütze von Medtronic hat eine Kobaltlegierung und ist mit der proliferationshemmenden Substanz Zotralimus (ABT 578), einem Sirolimus-Analogon, beschichtet. Sie war in einer großen klinischen Studie einem reinen Metallstent überlegen und scheint auch über eine Beobachtungszeit von jetzt bis zu zwei Jahren sicher und verträglich zu sein.

Das belegen zwei klinische Studien, die beim ESC-Kongreß in Stockholm vorgestellt worden sind. In der größeren dieser Studien mit dem Akronym Endeavor-II wurden 1200 KHK-Kranke wegen ihrer Koronarstenosen mit dem beschichteten Stent oder mit einem Kobalt-Metallstent behandelt, wie Dr. William Wijns aus Aalst in Belgien berichtet hat.

Die Rate an Zweiteingriffen wegen erneutem Verschluß der Zielläsion war in der Gruppe mit dem beschichteten Stent signifikant geringer: Sie betrug sechs Prozent im Vergleich zu 13 Prozent bei den Patienten, die den Metallstent erhalten hatten.

Die Rate der behandelten oder unbehandelten Patienten mit schweren Wiederverschlüsse im ersten Jahr (Target Vessel Failure TVT) betrug zehn Prozent. Das entspricht den Ergebnissen, die mit Sirolimus- und Paclitaxel-beschichteten Stents erreicht werden.

Aus der Endeavor-I-Pilotstudie mit 100 Patienten gibt es bereits Zwei-Jahres-Ergebnisse: Sie zeigen, daß die Rate an behandlungsbedürftigen Revaskularisationen im zweiten Jahr nach der Stent-Implantation nicht steigt. Für die Sicherheit des neuen Stents gebe es weitere Belege, so Wijns: Nur vier von insgesamt 1000 Langzeit-Patienten hätten eine Stent-Thrombose bekommen, und diese schwere Komplikation sei nur in den ersten 30 Tagen nach der Implantation aufgetreten.

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