Kardiologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Akute und chronische Herzinsuffizienz

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 22.01.2007

KHK-Risiko an Chromosomen ablesbar

LEICESTER (ddp.vwd). Britische Forscher haben einen Zusammenhang zwischen dem KHK-Risiko und den Längen der Chromosomen-Enden entdeckt: Mehr Männer, bei denen diese Telomere kürzer sind, entwickeln Durchblutungsstörungen des Herzens als gleichaltrige Männer mit längeren Telomeren.

Um den Einfluss der verkürzten Telomere auf das Risiko für Herzkrankheiten zu überprüfen, analysierten Dr. Scott Brouilette von der Uni Leicester und seine Kollegen zweimal im Abstand von fünf Jahren das Erbgut in Leukozyten von mehr als 1500 Freiwilligen.

Das Ergebnis: Probanden, deren Telomere kurz waren, hatten während der Studiendauer mit einer fast doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit eine Herzkrankheit entwickelt wie ihre Altersgenossen mit längeren Telomeren. Dieser Einfluss war unabhängig von anderen Risikofaktoren wie Übergewicht, Hypertonie oder Rauchen (Lancet 369, 2007, 107).

Immerhin läßt sich dem negativen Effekt verkürzter Telomere eventuell gegensteuern. Denn das höhere KHK-Risiko bei kurzen Telomeren ließ sich durch eine Statintherapie verringern.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Wenn Frauen beim Sex Urin verlieren

Unwillkürlicher Urinabgang beim Geschlechtsverkehr tritt bei Frauen öfter auf, als viele glauben. Gesprochen wird darüber nur selten. Dabei könnte den Betroffenen geholfen werden. mehr »

Aufgeschlossen, aber schlecht informiert

Jugendliche und junge Erwachsene halten sich beim Thema Organspende für eher schlecht informiert. Trotzdem sind sie dafür wesentlich aufgeschlossener als Ältere. mehr »

Hirnschaden durch zu viel Selen

Fast blind und dement kommt eine Frau zum Arzt. Dieser findet das Problem: Sie hat lange viele Selenpillen geschluckt. Die Nahrungsergänzung schädigte ihr Hirn dauerhaft. mehr »