Ärzte Zeitung, 20.02.2009

Hoher Ruhepuls weist auf hohes Infarktrisiko hin

Ausgeprägter Zusammenhang wurde jetzt auch bei Frauen belegt

WASHINGTON DC (Rö). Was bei Männern schon vielfach gezeigt ist, ist nun auch bei Frauen belegt: Eine hohe Ruhepulsrate ist ein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder den plötzlichen Herztod. Der Puls ist ein einfaches wichtiges Instrument für die Prognose.

Pulsmessung bei einer älteren Frau. Die Herzfrequenz gibt nach der Menopause wichtige prognostische Informationen.

Foto: Klaro

Frauen mit einer Pulsrate ab 76 pro Minute haben ein um 26 Prozent höheres Risiko für ein koronares Ereignis als Frauen mit einer Pulsrate von 62 oder weniger.

Das ist das zentrale Ergebnis einer neuen Analyse der Studie Women's Health Initiative. Dr. Judith Hsia und Kollegen von der George Washington Universität haben die Daten kürzlich online im "British Medical Journal" veröffentlicht. Für ihre Analyse hatten sie die Daten von 2281 Frauen mit Herzinfarkt oder plötzlichem Herztod und 129 135 Frauen in der Postmenopause berücksichtigt, die kein solches Ereignis hatten.

Wie die Wissenschaftler betonen, war der Zusammenhang besonders ausgeprägt bei den Frauen in der ersten Phase der Postmenopause zwischen 50 und 64 Jahren. Ein Zusammenhang für ein erhöhtes Schlaganfallrisiko ließ sich nicht ermitteln.

Der Puls ist somit ein einfaches Instrument, Patientinnen mit erhöhtem Koronar-Risiko zu erkennen. Er könnte somit die bisherigen Parameter für das kardiovaskuläre Risiko ergänzen.

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