Hoher Ruhepuls weist auf hohes Infarktrisiko hin

WASHINGTON DC (Rö). Was bei Männern schon vielfach gezeigt ist, ist nun auch bei Frauen belegt: Eine hohe Ruhepulsrate ist ein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder den plötzlichen Herztod. Der Puls ist ein einfaches wichtiges Instrument für die Prognose.

Veröffentlicht:
Pulsmessung bei einer älteren Frau. Die Herzfrequenz gibt nach der Menopause wichtige prognostische Informationen.

Pulsmessung bei einer älteren Frau. Die Herzfrequenz gibt nach der Menopause wichtige prognostische Informationen.

© Foto: Klaro

Frauen mit einer Pulsrate ab 76 pro Minute haben ein um 26 Prozent höheres Risiko für ein koronares Ereignis als Frauen mit einer Pulsrate von 62 oder weniger.

Das ist das zentrale Ergebnis einer neuen Analyse der Studie Women's Health Initiative. Dr. Judith Hsia und Kollegen von der George Washington Universität haben die Daten kürzlich online im "British Medical Journal" veröffentlicht. Für ihre Analyse hatten sie die Daten von 2281 Frauen mit Herzinfarkt oder plötzlichem Herztod und 129 135 Frauen in der Postmenopause berücksichtigt, die kein solches Ereignis hatten.

Wie die Wissenschaftler betonen, war der Zusammenhang besonders ausgeprägt bei den Frauen in der ersten Phase der Postmenopause zwischen 50 und 64 Jahren. Ein Zusammenhang für ein erhöhtes Schlaganfallrisiko ließ sich nicht ermitteln.

Der Puls ist somit ein einfaches Instrument, Patientinnen mit erhöhtem Koronar-Risiko zu erkennen. Er könnte somit die bisherigen Parameter für das kardiovaskuläre Risiko ergänzen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Systematisches Review mit Metaanalyse

Psychische Probleme wohl mit akutem Koronarsyndrom assoziiert

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 2: Infusionsschema der REGENCY-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Neue Therapieoption bei Lupus-Nephritis verfügbar

Obinutuzumab verbessert Nierenoutcomes bei Lupus-Nephritis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Metaanalyse

Keine Evidenz für die meisten Statin-Nebenwirkungen

Röntgen-Thorax führte zur Diagnose

Kasuistik: Negativer D-Dimer-Test trotz akuter Lungenembolie

Lesetipps
Das Zusammenspiel zwischen Vermögensverwalter und Anlegerin oder Anleger läuft am besten, wenn die Schritte der Geldanlage anschaulich erklärt werden.

© M+Isolation+Photo / stock.adobe.com

Geldanlage

Was einen guten Vermögensverwalter ausmacht

Eine Frau liegt erschöpft auf einem Sofa.

© fizkes / stock.adobe.com

Patientenumfrage

Krebs: So häufig sind Tumorschmerzen