Ärzte Zeitung, 14.06.2012

Bittere Schokolade fürs Herz

MELBOURNE (BS). Täglich eine Tafel dunkle Schokolade - das ist nach einer Modellrechnung eine Präventionsmaßnahme für kardiovaskulär gefährdete Patienten.

Bisher ist belegt, dass täglicher Konsum von Schokolade mit 60 bis 70 Prozent Kakaoanteil Blutdruck und LDL-Cholesterin senkt.

Die langfristigen Effekte haben jetzt australische Ärzte berechnet, und zwar nach Daten von 2013 Personen mit metabolischen Syndrom, aber noch ohne KHK oder Diabetes (BMJ 2012; online 31. Mai).

70 nicht tödliche Herzinfarkte und Schlaganfälle und 15 kardiovaskuläre Todesfälle lassen sich verhindern, wenn 10.000 Risikopersonen zehn Jahre täglich 100 Gramm bittre Schokolade verspeisen.

Die darin enthaltenen Polyphenole gelten als antihypertensiv, antientzündlich, antithrombotisch sowie als metabolisch günstig.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[19.06.2012, 09:20:29]
Dr. Rolf Lorbach 
Fragwürdige Ernährungsempfehlung
In Bitterschokolade wurden immer wieder deutlich erhöhte Kadmium-Werte gefunden. Ich halte eine so einseitige Ernährungsempfehlung (1 Tafel Bitterschokolade/Tag) deshalb problematisch, denn die negativen Effekte auf andere Organsysteme oder über einen großen Zeitraum wurden in dieser Studie nicht untersucht. Man erkauft sich das reduzierte Herzinfarktrisiko also wahrscheinlich mit einem erhöhtes Krebsrisiko! zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So hoch ist die Lebenserwartung in der Welt

Wer als Junge in Deutschland geboren wird, darf sich im Schnitt auf 78 Jahre freuen. Wie hoch ist die Lebenserwartung in anderen Ländern der Welt? Wir geben die Antwort. mehr »

Pflege-Eigenanteil deckeln!

16:41Viele Bürger beklagen, dass Pflegeheime teuer sind, berichtet die DAK in ihrem Pflegereport. Kassenchef Storm schlägt nun vor, den Eigenanteil zu beschränken. Das entflammt eine neue Debatte über die Pflege-Finanzierung. mehr »

Der Gesundheitsminister will das E-Rezept

Krankenkassen, Ärzte und Apothekerschaft sollen in ihren Rahmenverträgen das elektronische Rezept ermöglichen. Eine gesetzliche Verpflichtung soll bis 2020 stehen. mehr »