Ärzte Zeitung online, 24.04.2018

Chest Pain Units

Herzstiftung lobt GBA für Herznotversorgung

Künftig Teil der Notfallversorgung: Die Spezialabteilungen für schwerwiegende akute Herzprobleme – Chest Pain Units (CPU) – werden vom GBA stärker anerkannt. Kardiologen loben den Schritt.

Herzstiftung lobt GBA für Herznotversorgung

Nach GBA-Beschluss: Chest Pain Units werden aufgewertet.

© topform84 / iStock / Thinkstock

FRANKFURT. Die Deutsche Herzstiftung ist erfreut darüber, dass Herznotfallambulanzen aufgewertet werden. In einer Meldung begrüßt die Herzstiftung einen kürzlichen GBA-Beschluss, nach dem Chest Pain Units (CPU) als Zusatzmodul in die stationäre Notfallversorgung eingehen. CPUs werden künftig "entgeltrechtlich Krankenhäusern der Basisnotfallversorgung gleichgestellt", so der GBA vor wenigen Tagen.

"Wir begrüßen den GBA-Beschluss als wichtigen Schritt für eine bessere Versorgung und den Erhalt von Lebensqualität von Herznotfallpatienten", schreibt Internist und Kardiologe Prof. Thomas Voigtländer von der Herzstiftung.

Die oft lebensrettende Wiedereröffnung des Herzkranzgefäßes geschieht im Katheterlabor – einem integralen Bestandteil des CPU-Konzepts, wie das Vorstandsmitglied Voigtländer erläutert. Eine formelle und finanzielle Aufwertung der CPUs könne die Notfallversorgung von Infarktpatienten verbessern.

In Deutschland gibt es derzeit rund 270 von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifizierte CPUs. Diese sind in die Gesamtstruktur eines Krankenhauses integriert. Nach den DGK-Kriterien müssen CPUs neben der Diagnostik und Überwachung der Patienten u. a. eine interventionelle Therapieeinheit mit Herzkatheterlabor und einen eigenen 7-Tage-24-Stunden-Bereitschaftsdienst mit mehreren interventionellen Kardiologen vorhalten. (eb/ajo)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Der Albtraum vom Nicht-Schlafen

Schlaflosigkeit lässt sich kaum nachweisen. Forscher zeigen: Schlaflose Nächte finden oft nur im Traum statt. Das macht sie nicht weniger belastend, ermöglicht aber neue Therapien. mehr »

Das Kassenpolster wächst und wächst

Die Kassen der Krankenkassen füllen sich weiter: Im ersten Quartal 2018 steht ein Überschuss von über 400 Millionen Euro zu Buche. Zudem fällt das Jahresergebnis für 2017 viel besser aus als gedacht. mehr »

Vergessen Sie keine Labor-Kennnummer!

Mit der Laborreform haben sich Änderungen bei den Ausnahmekennnummern ergeben. Um nicht den Wirtschaftlichkeitsbonus zu gefährden, sollten Sie die neuen Regeln kennen - und insbesondere auf drei Punkte achten. mehr »