Ärzte Zeitung App, 02.09.2014

hsCRP

Hinweis auf Prognose bei diastolischer Herzinsuffizenz

Forscher haben die Aussagekraft des hsCRP - auch kombiniert mit dem NT-proBNP - bei diastolischer Herzinsuffizienz analysiert.

BARCELONA. Das C-reaktive Protein, ein Biomarker für generelle Entzündungsgeschehen, (gemessen als hsCRP) verbessert die Risikoeinschätzung und prognostische Vorhersage bei Herzinsuffizienz mit erhaltener linksventrikulärer Ejektionsfraktion (HFpEF), teilt die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) vom ESC-Kongress in Barcelona mit. Das spreche für einen systemischen Entzündungsprozess, der das Fortschreiten der Krankheit begünstigt, so die DGK.

In einer in Barcelona vorgestellten Studie mit einer Kohorte von 459 Patienten mit HFpEF starben innerhalb von durchschnittlichen9,7 Jahren 40 Prozent der Patienten.

"Wir konntendabei zeigen, dass erhöhte hsCRP-Werte mit einem deutlich gesteigerten Sterblichkeitsrisiko vergesellschaftet sind. HsCRP zeigte sich somit als eigenständiger und starker Risikofaktor mit einem 1,8 mal erhöhtem Sterblichkeitsrisiko für Patienten im höchsten Drittel von hsCRP, verglichen mit Patienten im niedrigsten Drittel und einem 2,2 mal erhöhten Risiko, an einer Herz-/Kreislaufbedingten Todesursache zu versterben", wird Dr. Lorenz Koller von der Medizinischen Universität Wien in der Mitteilung der DGK zitiert.

Koller: "Das traf nicht auf eine Kontrollgruppe von 522 HFrEF-Patienten zu, was nahelegt, dass HFpEF und HFrEF verschiedenen Krankheitsprozessen unterliegen."

Zudem wollten die Forscher wissen, ob hsCRP die Risikoeinschätzung zusätzlich zum etablierten HI-Marker NT-proBNP verbessert. Dafür teilten sie die Patienten in 9 Gruppen gemäß ihrer kombinierten hsCRP- und NT-proBNP-Werte ein.

Koller: "Das niedrigste Risiko wurdedabei in der Gruppe mit den niedrigsten Werten beider Marker beobachtet mit einer Sterblichkeitsrate von 6,8 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Das Risiko nimmt dabei graduell mit steigenden Werten beider Marker zu und gipfelt in der Gruppe mit den höchsten Werten an hsCRP und NT-proBNP mit einer Sterblichkeitsrate von 36,5 Prozent." (eb)

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