Ärzte Zeitung online, 11.10.2016
 

Herzinsuffizienz

Mit Telemedizin viel weniger Depressionen

BERLIN. Telemonitoring-Programme bei Herzinsuffizienz führen nur selten zu therapeutischen Interventionen, zeigt eine Studie aus Kaiserslautern, die bei den DGK Herztagen präsentiert wurde. Das subjektive Wohlbefinden der Patienten verbessert sich aber, berichtet die DGK in einer Mitteilung.

An der sechsmonatigen Studie in Rheinland Pfalz nahmen 68 Patienten mit stabiler systolischer Herzinsuffizienz und optimierter medikamentöser Therapie teil (Clin Res Cardiol 105, Suppl 2, Oktober 2016). Sie erhielten Telemonitoring-Systeme, die halbautomatisch Werte von Puls und Blutdruck und Gewicht übermittelten. Überschreitung individuell festgelegter Grenzwerte löste Alarm aus.

Ergebnis: 2069-mal gab es Alarm, jeder Patient hatte zumindest einen Alarm. 3,6 Prozent der Alarme führten zu einer klinischen Entscheidung und einer Therapie-Änderung, oder den Patienten wurde empfohlen, ihren Hausarzt oder Kardiologen aufzusuchen. Depressions-Scores gingen von 8,4 auf 5,5 zurück. Symptome wie Kurzatmigkeit oder Erschöpfung verbesserten sich deutlich. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »

Vorsorge für den Brexit – Ansturm auf das Aufenthalts-Zertifikat

Viele Gesundheitsfachkräfte aus EU-Ländern haben Großbritannien schon verlassen. Diejenigen, die bleiben wollen, versuchen nun, das "Settled-Status"-Zertifikat zu erlangen. mehr »