Ablation bei Vorhofflimmern

Neuer Marker für Schäden im Herzvorhof entdeckt

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MÜNCHEN. Forscher haben einen Marker entdeckt, der das Ausmaß der Schäden am Herzvorhof nach Ablation bei Vorhofflimmern anzeigen kann. Damit ließen sich Heilung und Therapieerfolg verfolgen, teilt die Technische Universität München (TUM) mit.

Bereits vor zwei Jahren fanden die Forscher heraus, dass die Isoform 2 des Proteins Myosin binding protein H-like (MYBPHL) nur in den Herzvorhöfen vorkommt. Nun untersuchten sie über hundert Blutproben von Vorhofflimmern-Patienten nach Verödung (Sci Rep 2019; online 10. Juli).

Dabei war direkt nach dem Eingriff die MYBPHL-Konzentration im Blut am höchsten und sank langsam über 24 Stunden ab. Patienten, etwa nach Herzklappen-Op, hatten keine erhöhten Werte des Proteins.

Im nächsten Schritt will das Team nun Antikörper herstellen, die nur die Isoform 2 erkennen und so für einen Blutschnelltest eingesetzt werden könnten, heißt es weiter in der TUM-Mitteilung. Die Entwicklung eines solchen standardisierten Tests würde den flächendeckenden und routinemäßigen Einsatz nach chirurgischen oder interventionellen Eingriffen am Herzvorhof ermöglichen. (eb)

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