Ärzte Zeitung, 13.04.2004

Schlaganfall im Mittelpunkt der Präventionsarbeit

SAARBRÜCKEN (kud). Das Saarland will die Minimierung des Schlaganfall-Risikos zu einem dauerhaften Schwerpunkt der Präventionsarbeit machen.

Wie Gesundheitsministerin Dr. Regina Görner (CDU) erklärte, wurden die Verantwortlichen dazu durch die große Resonanz des letzten, von der Barmer Ersatzkasse mitgetragenen Schlaganfalltags ermutigt.

Über 10 000 Menschen - das entspricht einem Prozent der saarländischen Bevölkerung - informierten sich in Krankenhäusern, im Landtag, auf öffentlichen Plätzen und in Supermärkten über die Risikofaktoren, über 1000 Besucher ließen ihr persönliches Risikoprofil ermitteln.

Neurologie-Professor Dr. Anton Haaß von den Unikliniken in Homburg berichtete, bei 30 bis 40 Prozent der Besucher seien pathologische Blutdruckwerte gemessen worden. Außer der Risikogruppe der Hypertoniker habe man auch überdurchschnittlich viele Personen mit Diabetes und Übergewicht erreicht. Dagegen hätten sich nur wenige Raucher informiert.

Görner will künftig auf niedrigschwellige Angebote setzen. Als Beispiel kündigte sie an, das Ministerium werde gemeinsam mit dem Sportbund Anregungen für kleine Bewegungsübungen erarbeiten, zu denen man in Zeitabständen durch den Büro-PC animiert werden soll.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Demenz oder Depressionen?

Benennen ältere Patienten von sich aus kognitive Defizite, sollten Ärzte hellhörig werden: Häufig liegt dann keine Demenz, sondern eine Depression vor. mehr »