Ärzte Zeitung online, 24.07.2015

Deutschland

Hepatitis E wird immer häufiger diagnostiziert

BERLIN. Ärzte registrieren in Deutschland zunehmend mehr Hepatitis E-Fälle. 2014 wurden insgesamt 670 Erkrankungen gemeldet.

Das sei im Vergleich zu 2013 ein Plus von mehr als 46 Prozent, teilte das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) mit. "Die Tendenz ist klar steigend", sagte RKI-Epidemiologe Mirko Faber.

Hintergrund sei in Europa allerdings nicht eine rasant ansteigende Verbreitung der Erreger, sondern eine verbesserte Diagnostik sowie eine höhere Sensibilität der Ärzte.

Lange dachte man, dass Hepatitis E eine aus Asien und Afrika importierte Infektionskrankheit sei, die durch Reisende mit nach Deutschland gebracht wurde, wie eine Sprecherin des Brandenburger Gesundheitsministeriums erläuterte.

Wissenschaftler fanden Faber zufolge jedoch kürzlich heraus, dass es diese Erreger vermutlich schon sehr lange in Europa gab und sie hier über den Genuss von kontaminiertem Schweine- und Wildfleisch übertragen werden. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Viele Gesundheitspolitiker verteidigen ihr Mandat

Die Großwetterlage hat sich verändert. Doch viele Fachpolitiker schaffen den Wiedereinzug ins Parlament. mehr »

Das Trauma nach der Loveparade

Das tödliche Gedränge bei der Loveparade im Sommer 2010 in Duisburg: Im ARD-Film "Das Leben danach" geht es um die Auswirkungen auf die traumatisierten Überlebenden. mehr »