Ärzte Zeitung, 20.07.2009

Disput über HPV-Impfung

Nobelpreisträger und Kammerpräsident streiten sich

NEU-ISENBURG (eis). Anlässlich einer Anzeige mit einem Interview mit Professor Harald zur Hausen ist ein Streit zwischen dem Nobelpreisträger und dem Berliner Ärztekammerpräsident Günther Jonitz entbrannt, berichtet "Spiegel online".

Das Interview mit zur Hausen ist in der Anzeigenserie "Forum Chemie macht Zukunft" des Verbands der Chemischen Industrie erschienen. Sanofi Pasteur MSD und GlaxoSmithKline, die Hersteller der HPV-Impfstoffe (Gardasil®, Cervarix®), gehörten dabei nicht zu den Auftraggebern der Anzeigen. Jonitz wirft zur Hausen jetzt vor, Erwartungen zu schüren, die nicht eingehalten werden könnten. Der Krebsforscher zur Hausen erwidert hingegen: "Ich möchte, dass möglichst viele der jungen Frauen schon heute geimpft werden, um Tausende Todesfälle zu vermeiden."

In dem Bericht gibt "Spiegel online" Kritikern der HPV-Impfung und ihren Argumenten erneut breiten Raum. Der Artikel erscheint kurz vor den neuen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am kommenden Montag. Dort wird eine Neubewertung der HPV-Impfung erwartet.

www.spiegel.de/wissenschaft/

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