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Deutschland

BfR warnt weiter vor Lebensmittel-Infektionen

Mit mehr als 100.000 gemeldeten Fällen im Jahr sind Lebensmittelerkrankungen in Deutschland keine Seltenheit.

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BERLIN. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt mit Blick auf lebensmittelbedingte Krankheiten keine Entwarnung für Deutschland.

Weiterhin verursachten Lebensmittel mehr als 100.000 gemeldete Infektionen pro Jahr – Tendenz steigend, teilte die Bundesbehörde am Dienstag in Berlin mit.

Um Risiken zu minimieren, empfiehlt das Institut, auf den Verzehr von rohem Schweine- und Wildschweinfleisch, auf Austern und andere ungekochte Muscheln sowie auf aufgetaute Beeren zu verzichten.

Nicht in jedem dieser Lebensmittel lauerten Keime, betonte Professor Reimar Johne von der Fachgruppe für Lebensmittelhygiene.

Aber die Wahrscheinlichkeit, zum Beispiel starke Magen-Darm-Probleme zu bekommen, liegt nach Beobachtungen des Instituts höher. Verzicht sei aber immer eine individuelle Abwägung.

Hühner erkranken nicht

Erfolge gibt es aus Sicht des BfR bei der EU-weiten Bekämpfung von Salmonellen in Geflügel. Erkrankten 1992 noch rund 200.000 Bundesbürger an dieser Bakterien-Infektion, waren es zuletzt noch 12.000 bis 15.000 pro Jahr, berichtet BfR-Forscher Privatdozent Dr. Bernd-Alois Tenhagen.

Für Campylobacter verläuft die Entwicklung dagegen eher negativ. Die jährlichen Infektionszahlen für Deutschland lägen bei 50.000 bis 70.000 – und stiegen.

„Hühner erkranken nicht, für sie ist dieser Darmkeim ein Mitbewohner“, erinnert der Forscher. Das mache die Überwachung schwieriger. Für ihn wäre eine Senkung des Grenzwerts für die Keimbesiedlung bei Schlachtkontrollen nötig.

Die Zahl der Hepatitis E-Infektionen nach dem Verzehr von rohem Schweinefleisch ist in Deutschland sprunghaft angestiegen – von 100 Fällen im Jahr 2006 auf nun rund 3000 gemeldete Fälle.

Das könne aber auch damit zu tun haben, dass Ärzte ihre Patienten heute vermehrt auf das Virus testen. (dpa)

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