Ärzte Zeitung, 26.10.2009

Schweinegrippe: Notstand in den USA

Foto GSK, www.fotolia.de

WASHINGTON (hub). Wegen der Schweinegrippe hat US-Präsident Barack Obama den nationalen Notstand erklärt. Mit dem Schritt sollen die Vorsorgemaßnahmen erleichtert werden, teilte das Weiße Haus mit.

In den USA sind mittlerweile mehr als 1000 Menschen an den Folgen einer H1N1-Infektion gestorben. 46 Bundesstaaten meldeten, dass sich das Virus ausbreite, sagte Dr. Thomas Frieden von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC). "Wir sind in der zweiten Welle der Influenza-Pandemie", so Frieden.

Primär betroffen seien noch immer junge Menschen, doch auch die Zahl erkrankter junger Erwachsener nehme zu. Ältere Menschen erkrankten auch weiterhin nur wenig an der Schweinegrippe. Frieden beklagte, dass mit derzeit elf Millionen Dosen viel zu wenig Impfstoff in den USA vorhanden sei. Im Gegensatz zu Europa setzen die USA auf nicht-adjuvantierte Impfstoffe. In Deutschland sollen am Montag die Impfungen beginnen.

Lesen Sie dazu auch:
Obama ruft Schweinegrippe-Notstand aus - Mehr Spielraum für Behörden

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