Ärzte Zeitung, 07.02.2005

Tb-Impfstoff erfolgreich bei Tieren getestet

POHANG (ple). Koreanische Forscher haben einen DNA-Impfstoff gegen Tuberkulose entwickelt, der im Tierversuch erfolgreich vor einer Reaktivierung des Tuberkelbazillus und vor einer erneuten Infektion mit diesem Erreger schützt.

Wie die Forscher von der Universität Pohang in der aktuellen Online-Ausgabe von "Gene Therapy" berichten, verabreichten sie den Impfstoff gleichzeitig mit einer Therapie aus Isoniazid plus Pyrazinamid, zwei gebräuchlichen Tuberkulose-Mitteln. Der Impfstoff besteht aus Genen mit dem Bauplan für zwei Proteine von Mycobacterium tuberculosis. Die Vakzine aktiviert T-Helfer- und T-Suppressorzellen, die die Bakterien in Schach halten.

Auch in Deutschland wird an einem Impfstoff gegen Tuberkulose geforscht. So haben zum Beispiel Forscher vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie und des Unternehmens Mologen in Berlin eine neue Technik dafür entwickelt. Sie kombinieren dazu den BCG (Bacille Calmette-Guérin)-Impfstoff mit einer DNA-Vakzine, die den Bauplan für ein Antigen des Tb-Erregers enthält.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Erfolg in kleinen Schritten

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Alternativszenario voller Sprengkraft

Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg ist die sektorenübergreifende Versorgung durchgespielt worden. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen, die es in sich haben - und das Konfliktpotenzial deutlich machen. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »