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Erfolg in kleinen Schritten

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Etwa 60 Prozent der Weltbevölkerung sind mit dem Erreger der Tuberkulose infiziert. Mit der weiteren Ausbreitung der Tuberkulose ist zu rechnen, unter anderem aufgrund der Zunahme der HIV-Infektionen, die die Menschen besonders anfällig für zusätzliche Infektionen machen.

Mit Medikamenten allein wird der Kampf gegen Tuberkulose erfolglos bleiben, sondern nur in Kombination mit Impfstoffen, weil sich mit Medikamenten latente Erreger nicht komplett eliminieren lassen. Daß Hoffnungen auf einen Impfstoff durchaus berechtigt sind, belegen die vielen bisherigen Studienergebnisse, auch wenn es derzeit nur in kleinen Schritten vorwärts geht.

Der jüngste Erfolg koreanischer Forscher ist indes ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Vakzine. Denn sie haben es erstmals geschafft - wenn auch bisher nur im Modell -, Tiere nicht nur vor den im Körper reaktivierten Erregern zu schützen, sondern auch vor einer Sekundärinfektion mit dem Tuberkelbazillus.

Wenn sich dies in klinischen Studien bestätigte, wäre dies ein großer Fortschritt. Denn es wird geschätzt, daß bis zu einem Drittel aller Tuberkulose-Erkrankungen weltweit durch eine Neu-Infektion entstehen. Mit einer solchen Vakzine könnte verhindert werden, daß sich die Bakterien im Körper einnisten.

Lesen Sie dazu auch: Tb-Impfstoff erfolgreich bei Tieren getestet

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