Ärzte Zeitung, 31.08.2004

Paßgenaues Kieferimplantat gezüchtet

CT von Schädel mit Titanimplantat vor der Kiefer-Rekonstruktion (oben) und Modell des rekonstruierten Kiefers (unten). Foto: dpa

KIEL (ddp). Dank eines neuartigen Kieferimplantats kann ein 56jähriger Krebspatient nach acht Jahren wieder kauen.

Wegen eines Tumors war dem Mann der größte Teil des Unterkiefers entfernt worden. Seitdem trug er ein Titanimplantat, mit dem er jedoch nicht kauen konnte.

Kieler Forscher fertigten das neue Implantat an, indem sie über ein Computermodell ein Teflon-Gerüst entwarfen, das sie mit Knochenmarkszellen des Patienten füllten. Daraus wuchs neues Knochenmaterial, das den Defekt paßgenau füllte (Lancet 364, 2004, 766).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hoffnung für Leukämiepatienten

In den USA steht die erste Gentherapie zur Behandlung von Krebskranken vor der Zulassung. Auch in Deutschland dürfte es nicht mehr allzu lange dauern, bis es so weit ist. mehr »

Kaugummi erkennt Infektionen im Mund

Ein neuer Kaugummi-Schnelltest soll künftig dabei helfen, bakterielle Entzündungen früh im Mund zu erkennen. Die Idee ist so einfach wie hilfreich: Durch Kauen erkennt der Patient selbst, ob es ein Problem gibt. mehr »

Zwangsbehandlung nur als letztes Mittel

Das Bundesverfassungsgericht setzt enge Vorgaben für die Behandlung von nicht einsichtsfähigen Patienten gegen ihren Willen. Die Richter fordern ein Gesetz, das die Voraussetzungen für eine Zwangsbehandlung klar benennt. mehr »