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Neue Option für Patienten mit Bronchialkarzinom

FRANKFURT AM MAIN (ner). Der Rezeptorblocker Erlotinib für Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) kann jetzt auch in Deutschland rezeptiert werden. Das Mittel verlängert die Überlebenszeit und lindert Symptome wie Luftnot, Husten und Schmerzen.

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Seit Mitte September ist Erlotinib, wie gemeldet, als Tarceva® EU-weit zugelassen. Indiziert ist es, wenn mindestens eine vorangegangene Chemotherapie versagt hat. In der Zulassungsstudie mit mehr als 700 Patienten mit NSCLC, die teilweise zuvor mehrfach chemotherapeutisch behandelt worden waren, hatte sich die Überlebenszeit in der Verumgruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe um zwei Monate verlängert.

Bei neun Prozent der Patienten kommt es unter Verum zu einer mindestens 50prozentigen Tumorrückbildung. Für diese Menschen sei der Lebenszeitgewinn deutlich länger, betonte Professor Martin Wolf aus Kassel bei der Einführungspressekonferenz von Hoffmann-La Roche in Frankfurt am Main. Insgesamt lebte etwa die Hälfte der Patienten durch die Behandlung mit dem Wachstumsrezeptor-Blocker länger als mit bester palliativer Versorgung. Außerdem werden krankheitsbedingte Symptome signifikant gelindert.

Wem die Behandlung am meisten nutzt, konnten Subgruppenanalysen nur teilweise klären. Ob ein Patient anspreche, werde meist innerhalb von vier bis acht Wochen deutlich, sagte Professor Michael Thomas aus Heidelberg. Ein Zeichen dafür sei der typische Hautausschlag, der zugleich die wichtigste unerwünschte Wirkung ist.

In der Zulassungsstudie war bei 19 Prozent der Patienten wegen toxischer Symptome eine Dosisreduktion notwendig geworden. Nach Wolfs Erfahrung habe dies aber keinen Effekt auf die Wirksamkeit. Dennoch sollte stets mit der 150-mg-Tablette einmal täglich begonnen werden.

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