Ärzte Zeitung, 22.01.2010

Rauchverzicht bei Lungenkrebs bessert Prognose

zur Großdarstellung klicken

© Anyka / www.fotolia.com

BIRMINGHAM (eis). Wird bei Rauchern Lungenkrebs im frühen Stadium diagnostiziert, dann kann die Prognose durch Abstinenz offenbar deutlich verbessert werden. Das legen die Daten einer Metaanalyse britischer Forscher mit neun Studien nahe (BMJ 340, 2010, b5569). Nach Sterbetafel-Analysen mit den erhobenen Daten verbessere sich die Fünf-Jahres-Überlebensrate eines 65-jährigen Rauchers mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom im Frühstadium von 33 Prozent auf 70 Prozent bei Rauchverzicht.

Bei kleinzelligem Lungenkrebs im Frühstadium erhöhe sich die Überlebensrate von 29 auf 63 Prozent. Die verbesserte Prognose wird vor allem auf eine verringerte Progressionsrate der Krebserkrankungen zurückgeführt. Die Krebspatienten könnten daher wahrscheinlich von einem Entwöhnungsprogramm profitieren.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »