Ärzte Zeitung, 04.03.2015

Koreanische Studie

M2-PK-Stuhltest punktet bei Früherkennung

Gute Daten zum M2-PK-Stuhltest: Die Erkennungsrate für Darmkrebs lag in einer aktuellen Studie bei 93 Prozent und für Polypen bei 69 Prozent.

GIEßEN. Aktuelle koreanische Studienergebnisse zur Darmkrebsvorsorge mittels M2-PK-Stuhltest bestätigen die hohe Leistungsfähigkeit dieses Tests in Bezug auf die Erkennung von Polypen und Darmkrebs, teilt das Unternehmen ScheBo Biotech mit.

Dies gelte insbesondere im Vergleich zu einem immunologischen Blut-im-Stuhl-Test (iFOB).

Das Forscherteam um Professor Yong Kim aus Seoul/Korea untersuchte den Enzym-Biomarker M2-PK bei insgesamt 323 Probanden - Patienten mit Darmkrebs oder Polypen und Personen aus einer populationsbezogenen Kontrollgruppe (Gut and Liver 2014, online 5. Dezember).

Die Erkennungsrate des M2-PK-Tests für Darmkrebs lag bei 92,8 Prozent und für Polypen bei 69,4 Prozent, heißt es in der Mitteilung.

Verglichen wurden die Ergebnisse des M2-PK-Tests mit denen eines immunologischen Blut-im Stuhl-Tests. Dieser sei dem M2-PK-Test deutlich unterlegen gewesen, so das Unternehmen: Der iFOB habe 47,5 Prozent der Darmkrebsfälle und 12,1 Prozent der Polypen identifiziert.

Der Enzym-Biomarker M2-PK im Stuhl spielt bei der Entstehung von Polypen und Darmkrebs eine entscheidende Rolle, so das Unternehmen. Und das Enzym sei unabhängig vom Vorhandensein von Blut-im-Stuhl.

Der M2-PK-Stuhltest (SchebBo® M2-PK Quick™) ist als Schnelltest für die Arztpraxis erhältlich. Zur Verfügung steht er auch als ELISA beim Laborfacharzt für Ärzte, die den Schnelltest nicht in ihren eigenen Praxisräumen durchführen. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Abwarten schlägt Op

Zumindest in den ersten sechs Jahren nach Diagnose haben Männer mit lokalisiertem Prostata-Ca eine bessere Lebensqualität, wenn sie sich nicht unters Messer legen. mehr »

No deal-Brexit? Dieses Szenario lässt NHS-Angestellte schaudern

Je mehr Zeit in ergebnislosen Verhandlungen verrinnt, desto nervöser werden Beschäftigte vor allem im Gesundheitswesen. Ein Brexit ohne Vertrag mit der EU? Im NHS fürchtet man in diesem Fall ein Desaster. mehr »

Der reine Telearzt kommt

Fernbehandlung ohne Erstkontakt in der Praxis? Im Ländle wird dieses Modell jetzt erstmals getestet. Die Kammer dort hat gerade das erste Projekt genehmigt. mehr »