Ärzte Zeitung, 16.12.2005
 

Protein ist Marker für gestreute Krebszellen

WÜRZBURG (dpa). Forscher der Universität Würzburg haben bei Brustkrebspatientinnen ein Protein entdeckt, das für die Ausbreitung der Tumorzellen wichtig sein kann.

Das bisher unbekannte Eiweißmolekül mit dem Akronym LASP (LIM and SH3 Domain Protein) könne möglicherweise den Drang des Tumors zur Ausbreitung anzeigen, so die Universität. In gesundem Brustgewebe wurde das Protein bisher nicht nachgewiesen.

Die tatsächliche Bedeutung des Proteins wollen Wissenschaftler vom Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie sowie der Frauenklinik in einer mehrjährigen Studie erforschen.

Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Krebsstiftung. Lasse sich die Vermutung der Forscher bestätigen, werde künftig bei Patientinnen geprüft, ob LASP in den Tumorzellen vorkommt.

Dann werde etwa eine intensivere Chemotherapie angeraten, mit der auch schon vorhandene, aber noch nicht nachweisbare Metastasen erfaßt werden. Brustkrebs ist in Deutschland mit etwa 50 000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebsart bei Frauen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tausende HPV-Tumoren pro Jahr sind vermeidbar

Viele Krebserkrankungen in Deutschland ließen sich durch einen HPV-Schutz vermeiden, so RKI-Berechnungen. Das Institut rät zum Impfen - das könnte auch bei Jungen sinnvoll sein. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »