Kommentar zur CT-Koloskopie

Lieber gleich zur Darmspiegelung

Von Gabriele Wagner Veröffentlicht:

Als es vor rund 15 Jahren losging mit virtuellen Koloskopien (VC) mittels Computertomografen, gab es gewichtige Argumente dagegen: die Strahlenbelastung und das Problem der falsch-negativen Befunde. Denn vor allem Polypen unter einem Zentimeter Durchmesser wurden oft übersehen.

Das ist inzwischen deutlich besser geworden mit der Entwicklung Strahlen sparender Geräte, die gleichzeitig eine viel höhere Auflösung bieten. Ist die VC nun eine wirkliche Alternative zur konventionellen Darmspiegelung?

Leider nein. Abgesehen davon, dass die unbeliebte Prozedur des forcierten Abführens auch bei der VC Goldstandard ist: Die VC ist und bleibt eine indirekte Methode, bei der weder biopsiert noch polypektomiert werden kann. Bei einem Befund muss sowieso konventionell koloskopiert werden.

Und dann ist die VC auch keineswegs risikolos. Man schaue da nur auf die Rate der Perforationen. Denn es kommt auch bei dieser indirekten Methode zu Darmperforationen, ohne dass ein potenziell kurativer Eingriff wie eine Polypektomie erfolgt wäre.

Das muss Patienten deutlich gesagt werden, damit sie entscheiden können, ob sie nicht lieber doch gleich zur Darmspiegelung gehen.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Nach virtueller Koloskopie: Ganz reale Blinddarm-Entzündung

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