Ärzte Zeitung, 06.11.2012

Genveränderung

Molekulare CED-Ursache entschlüsselt

KIEL (eb). Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein haben gemeinsam mit der Universität zu London erstmals zeigen können, wie erworbene Veränderungen der Erbsubstanz zu chronischen Entzündungen des Darmes (CED) führen.

Die Erkenntnisse, die an eineiigen Zwillingen gewonnen wurden, zeigen, dass Einflüsse der Umwelt auf das Erbgut wirken und so nachgeschaltete Funktionen im Darm langfristig Krankheiten auslösen können (Genome Res. 2012; online 23. Juli).

Die Forscher haben hierzu das Methylierungsmuster der Erbsubstanz im Darm von eineiigen Zwillingen untersucht, von denen nur ein Zwilling erkrankt war. So konnten molekulare Abdrücke, epigenetische Veränderungen, identifiziert werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »