Ärzte Zeitung, 28.02.2008

Erwachsene mit ADHS für Studie gesucht

NEU-ISENBURG (ikr). Neurologen am Universitätsklinikum des Saarlandes suchen Erwachsene mit Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) für eine Therapiestudie.

Entgegen landläufiger Meinung wachsen sich die Symptome der Aufmerksamkeits-/ Hyperaktivitätsstörung nur bei einem Teil der betroffenen Kinder im Erwachsenenalter aus. Viele Erwachsene haben weiterhin die typischen Symptome wie Unaufmerksamkeit, Konzentrationsstörungen, Impulsivität und Unruhe und sind dadurch sowohl im Beruf als auch in der Alltagsgestaltung und im Privatleben benachteiligt.

Nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Neurologie sollte eine Behandlung der ADHS bei Erwachsenen neben einer möglichen Medikation immer auch psychotherapeutische Interventionen beinhalten. Die jetzt vom Neurozentrum angebotene Therapiestudie untersucht die Frage, ob Gruppenpsychotherapie oder ärztliche Einzelgespräche in Kombination mit Placebo oder aber mit speziellen Medikamenten wirksamer sind.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie ist auf ein Jahr angelegt und beginnt voraussichtlich im April 2008. Mehrere andere Universitätskliniken beteiligen sich ebenfalls daran: Universitätsklinikum Freiburg, Universitätsklinikum Würzburg, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und die Charité Universitätsmedizin in Berlin.

Weitere Informationen zu der Studie sind erhältlich im Neurozentrumder Universität des Saarlandes unter Tel. 0 68 41 / 1 62 63 33 oder 1 62 63 31 montags und donnerstags von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr, mittwochs von 8.30 Uhr bis 10.30 Uhr. E-Mail: psprup@uniklinikum-saarland.de

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