Ärzte Zeitung online, 24.02.2014

Studie

Patienten mit wiederkehrender Depression gesucht

Wissenschaftler der Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie Heidelberg vergleichen mithilfe der Magnetresonanztomografie die Gehirnaktivität bei unterschiedlichen Formen der Depression.

HEIDELBERG. Ab sofort suchen Wissenschaftler der Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie Heidelberg für eine Studie Probanden, die aktuell unter einer Depression leiden, die jedoch nicht länger als zwei Jahre besteht. Die Teilnehmer sollten bereit sein, sich einer Magnetresonanztomografie (MRT) zu unterziehen, teilt die Universität mit.

Im Rahmen der Studie vergleichen die Wissenschaftler die Gehirnaktivität bei Patienten mit episodischer und chronischer Depression sowie gesunden Probanden: Werden bestimmte Reize anders verarbeitet? Gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Formen der Depression? Was sind die Ursachen der chronischen Depression und ergeben sich daraus neue Ansatzpunkte für die Therapie?

Teilnehmen können rechtshändige Probanden im Alter von 18 bis 65 Jahren. Der aktuellen depressiven Episode können bereits andere depressive Episoden vorausgegangen sein, die sich zwischenzeitlich wieder zurückgebildet haben.

Die Probanden sollen aktuell keine antidepressiven Medikamente einnehmen und nicht alkohol- oder drogenabhängig sein. Außerdem darf sich kein Metall wie Herzschrittmacher, Nägel oder Schrauben im Körper befinden.

Bei allen Teilnehmern wird eine ausführliche klinische Diagnostik der aktuellen Symptomatik und möglicher Begleiterkrankungen durchgeführt, heißt es in der Mitteilung. Es folgt eine MRT-Messung in der Universitäts-Kopfklinik.

Die Magnetresonanztomografie ist ein sicheres Verfahren, bei dem der Körper keinerlei Strahlenbelastung ausgesetzt wird. Es kommt kein Kontrastmittel zum Einsatz.

Die Probanden erhalten eine Aufwandsentschädigung und können auf Wunsch MRT-Bilder ihres Gehirns auf einer CD mit nach Hause nehmen. Alle erhobenen Daten werden anonymisiert und streng vertraulich behandelt. (eb)

Mehr Infos per E-Mail an: margarete.mattern@med.uni-heidelberg.de; Tel: 06221/56-35639

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Was Patienten ihrem Arzt verschweigen

Als Arzt muss man damit rechnen, dass Patienten nicht alle gesundheitsrelevanten Infos offenlegen. Wann und warum sie diese verheimlichen, haben Psychologen analysiert. mehr »

Möglicher Prognosemarker entdeckt

Forscher haben einen Biomarker entdeckt, der bei Prostatakrebs-Patienten früh auf einen aggressiven Verlauf hinweisen könnte – und ein Computermodell entwickelt, das bei der Vorhersage hilft, wie sich der Tumor entwickelt. mehr »

Gewichtheben enttarnt Koronaranomalie

Krafttraining zur KHK-Prävention: Das funktionierte bei einem jungen Gewichtheber – allerdings auf unvorhergesehene Weise. mehr »