Ärzte Zeitung, 14.07.2005

Neue Option bei Epilepsie

Lamotrigin als bioäquivalentes Generikum erhältlich

FRANKFURT AM MAIN (djb). Unter den neuen Antiepileptika hat sich Lamotrigin aufgrund seiner breiten Wirksamkeit und guten Verträglichkeit seit langem etabliert. Nun steht Lamotrigin auch als bioäquivalentes Generikum zur Verfügung.

Der Nutzen von Lamotrigin, etwa die bessere Verträglichkeit bei älteren Epilepsie-Patienten im Vergleich zu Carbamazepin oder die geringere Gewichtszunahme im Vergleich zu Valproinsäure, sei in kontrollierten Studien ausreichend belegt worden. Daran hat Professor Bernhard Steinhoff vom Epilepsiezentrum Kehl-Kork erinnert.

Ein Lamotrigin-Generikum könnte einen Weg aus dem Dilemma weisen, in welchem sich Epilepsie-Patienten nach Entlassung aus der Klinik häufig befinden: Aus Kostengründen werde oft von modernen auf klassische Antiepileptika umgestellt, so Steinhoff.

Für eine kostenbewußte Epilepsietherapie mit Generika plädiere er dann, wenn die pharmakologischen Eigenschaften des Originalpräparates erreicht werden und gleichzeitig eine Einsparung erzielt wird, so der Neurologe bei einer Veranstaltung vom Unternehmen ratiopharm, das jetzt Lamotrigin als Lamotrigin-ratiopharm® anbietet.

Das Lamotrigin-Generikum des Unternehmens ist in allen pharmakologischen Parametern mit dem Originalpräparat identisch. Die Umstellung kann daher direkt und ohne Neueinstellung der Patienten erfolgen.

Das Generikum eignet sich somit nicht nur für die Ersteinstellung neu diagnostizierter Patienten, sondern auch für die kostensparende Umstellung. Eine Anpassung des Behandlungsschemas ist dabei nicht nötig, hieß es auf der Veranstaltung.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »