Ärzte Zeitung, 12.08.2014

MS

Neuartige Therapie wird klinisch erprobt

HAMBURG-EPPENDORF. Wissenschaftler des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) erhalten vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Förderung in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro für die Entwicklung einer neuartigen Therapie gegen Multiple Sklerose.

Das Projekt mit dem Namen "NANOdeLIVER" läuft drei Jahre, teilt das UKE mit. In dieser Phase werde zunächst die Sicherheit eines neuen Wirkstoffs getestet. In einem späteren Schritt soll dann die Wirksamkeit geprüft und mit vorhandenen Medikamenten verglichen werden. Entwickelt wurde das neuartige Therapiekonzept am Sonderforschungsbereich (SFB) 841 des UKE.

Im Zentrum des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten SFB stehen Leberentzündungen. Den Bogen von der Leber zu Autoimmunerkrankungen wie der Multiplen Sklerose konnten die Forscher schlagen.

"Wir koppeln die krankheitsauslösenden Bestandteile an winzige Nanopartikel und bringen sie über die Blutbahn in bestimmte Leberzellen", heißt es in der UKE-Mitteilung. Die Leberzellen würden dann die Immuntoleranz herstellen, also die überschießende Immunantwort unterdrücken. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Gut eine halbe Milliarde Euro mehr Honorar

Ärzte und Krankenkassen haben ihre Honorarverhandlungen für 2020 abgeschlossen. Künftig werden Videosprechstunden besser vergütet. mehr »

Gnadenfrist bei Konnektoren-Pauschalen

KBV und Kassen haben sich geeinigt: Die Pauschale, die Arztpraxen für den Konnektor zum Anschluss an die Telematikinfrastruktur erhalten, wird erst zum nächsten Jahr abgesenkt. mehr »

Betriebskassen in roten Zahlen

Die vorläufigen Halbjahresdaten zur Finanzsituation der Betriebskrankenkassen und Innungskrankenkassen sind brisant. mehr »