MS

Neuartige Therapie wird klinisch erprobt

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HAMBURG-EPPENDORF. Wissenschaftler des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) erhalten vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Förderung in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro für die Entwicklung einer neuartigen Therapie gegen Multiple Sklerose.

Das Projekt mit dem Namen "NANOdeLIVER" läuft drei Jahre, teilt das UKE mit. In dieser Phase werde zunächst die Sicherheit eines neuen Wirkstoffs getestet. In einem späteren Schritt soll dann die Wirksamkeit geprüft und mit vorhandenen Medikamenten verglichen werden. Entwickelt wurde das neuartige Therapiekonzept am Sonderforschungsbereich (SFB) 841 des UKE.

Im Zentrum des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten SFB stehen Leberentzündungen. Den Bogen von der Leber zu Autoimmunerkrankungen wie der Multiplen Sklerose konnten die Forscher schlagen.

"Wir koppeln die krankheitsauslösenden Bestandteile an winzige Nanopartikel und bringen sie über die Blutbahn in bestimmte Leberzellen", heißt es in der UKE-Mitteilung. Die Leberzellen würden dann die Immuntoleranz herstellen, also die überschießende Immunantwort unterdrücken. (eb)

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