Ärzte Zeitung, 07.03.2008

Verordnung von Modafinil auf normalem Rezept

MÜNCHEN (Rö). Modafinil (Vigil®) zur Behandlung bei exzessiver Tagesschläfrigkeit bei Narkolepsie kann und muss ab sofort auf normalem Rezept verschrieben werden. Denn die Substanz ist nicht mehr als Betäubungsmittel eingestuft.

Dies hat die Bundesregierung in der 21. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (21. BtMÄndV) mitgeteilt. Damit hat der Gesetzgeber nach Angaben des Unternehmens Cephalon folgerichtig darauf reagiert, dass es bei Modafinil keine Abhängigkeit gibt.

Mit Modafinil wurde erstmalig ein Arzneimittel in Deutschland aus der Betäubungsmittel- (BtM-)Pflicht entlassen. Die Bundesregierung ist damit einer Empfehlung des Sachverständigenausschusses für Betäubungsmittel der Bundesopiumstelle gefolgt, weil sich weder im klinischen Prüfprogramm noch im zehnjährigen Einsatz in Deutschland Hinweise auf eine Missbrauchs- oder Abhängigkeitsentwicklung ergeben haben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »