Ärzte Zeitung, 14.01.2005

Italiener finden sich mit Rauchverbot offenbar gut ab

Herzkranker Politiker läßt sich aber mit Zigarre ablichten

ROM (dpa). Über 90 Prozent der Italiener begrüßen einer Umfrage zufolge das neue strikte Rauchverbot in ihrer Heimat.

Lediglich acht Prozent sind dagegen, ergab eine Umfrage der römischen Zeitung "La Repubblica". Zugleich lobten die meisten Kommentatoren das reibungslose Inkraft- treten des Gesetzes. Nach zuvor leidenschaftlicher Debatte hätten die allermeisten Raucher das Verbot befolgt und verzichteten seit Montag in Restaurants und Bars auf ihre Zigarette. Allerdings drohte eine Rauchervereinigung, das Gesetz per Referendum zu Fall zu bringen. Für Irritationen sorgten Berichte, wonach führende Politiker weiterhin in der Öffentlichkeit qualmen wollen.

So habe Verteidigungsminister Antonio Martino die Absicht, sich selbst bei Kabinettssitzungen eine anzuzünden. Für Verwirrung sorgte der Liga-Nord-Chef Umberto Bossi (63), der sich zehn Monate nach einem schweren Herzinfarkt erstmals wieder seiner Partei präsentierte - mit einer Zigarre im Mund.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So alt sind die Ärzte in Deutschland

Fast jeder dritte niedergelassene Arzt in Deutschland ist jenseits der 60. Wir zeigen in Grafiken, in welchen Fachbereichen die Vergreisung besonders stark ist. mehr »

Deutschland will Zuckerberg bezwingen

Zucker versteckt sich in vielen Fertigprodukten. Das erschwert eine gesundheitsbewusste Ernährung, so die Kritik beim 2. Zuckerreduktionsgipfel. Die Politik will eingreifen. mehr »

Riskanter Psychopharmaka-Einsatz in Altenheimen?

Wie oft bekommen Bewohner deutscher Altenheime beruhigende Medikamente? Diese Frage widmet sich eine jetzt Studie. Anscheinend liegt manches im Argen. mehr »