Ärzte Zeitung, 08.12.2005

Pro Jahr sterben 60 Säuglinge durch Tabakrauch

HEIDELBERG (eb). Tabakrauch in Innenräumen ist eine Gesundheitsgefährdung mit Todesfolgen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ).

Durch Passivrauchen sterben jährlich etwa 2140 Nichtraucher an koronarer Herzkrankheit, 770 Nichtraucher an Schlaganfall, 260 Nichtraucher an Lungenkrebs und 50 Nichtraucher an chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen, so das DKFZ. Etwa 60 Säuglinge sterben jährlich durch Passivrauchen im Haushalt sowie durch vorgeburtliche Schadstoffbelastungen, weil die Schwangere raucht.

Über 170 000 Neugeborene pro Jahr würden bereits im Mutterleib den Schadstoffen ausgesetzt, über acht Millionen Kinder und Jugendliche lebten in einem Haushalt mit mindestens einem Raucher. 35 Millionen erwachsene Nichtraucher seien zu Hause, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit den Tabakschadstoffen ausgesetzt.

Das DKFZ fordert deshalb ein Bundesgesetz zum umfassenden Nichtraucherschutz in öffentlichen Räumen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

15:57 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »