Ärzte Zeitung online, 08.11.2016

Tabakwerbung

Mehrheit der Deutschen plädiert für Einschränkung

Ein Werbeverbot für Tabakwaren in der Öffentlichkeit ist in der Koalition umstritten. In der Bevölkerung wäre ein solches Verbot allerdings populär.

BERLIN. Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist für eine Einschränkung der Tabakwerbung in der Öffentlichkeit. In einer Emnid-Umfrage im Auftrag der "Bild am Sonntag" sprachen sich 62 Prozent der Teilnehmer dafür aus, die Werbung zu verbieten.

79 Prozent der Deutschen glauben demnach, dass eine stärkere Aufklärung vor den Gefahren des Tabakkonsums an Schulen Kinder und Jugendliche am besten vom Rauchen abhält.

Anfang April hatte der für den gesundheitlichen Verbraucherschutz zuständige Minister Christian Schmidt (CSU) einen Gesetzentwurf zum Tabakwerbeverbot vorgelegt, der vom Bundeskabinett gebilligt wurde. Anfang Juli wurde das parlamentarische Verfahren dann wegen Widerstands der Wirtschaftspolitiker von der Führung der CDU/CSU-Fraktion gestoppt.

Schmidt (CSU) sagte der Zeitung jetzt: "Wer immer noch glaubt, mit der Tabakwerbung müsste ein Stück persönliche Freiheit verteidigt werden, hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden." Deutschland sei das einzige Land in Europa, in dem Werbung für Tabakprodukte auf Außenflächen noch möglich sei. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schwere Grippewelle hat Deutschland im Griff

Die aktuelle Grippewelle tobt und beschert Praxen und Kliniken einen regen Zulauf. Das RKI hat Tipps, worauf Ärzte jetzt achten sollten. mehr »

Bodyguard lässt sich von Steuer absetzen

211.000 Euro hatte eine Frau für einen Bodyguard steuerlich abgesetzt - zu Recht, entschied jetzt ein Gericht. Eine Rentnerin aus NRW schützt sich so steuersparend vor einer falschen Ärztin. mehr »

Die Ängste der Akademiker

Albtraum Studium? Jeder sechste Studierende leidet nach Angaben der Barmer unter einer psychischen Störung. Tendenz steigend. mehr »